Wie Archive in Baden-Württemberg zur digitalen Wissensplattform werden
Philipp ZimmermannWie Archive in Baden-Württemberg zur digitalen Wissensplattform werden
Landeskonferenz zu Archiven in Emmendingen: Vom Dokumentenspeicher zur digitalen Wissensplattform
Am 23. April 2026 fand in Emmendingen eine landesweite Fachtagung zu Archiven statt. Expertinnen und Experten aus Baden-Württemberg diskutierten über die sich wandelnde Rolle von Archiven in der modernen Gesellschaft. Im Mittelpunkt stand, wie diese Einrichtungen längst mehr leisten als nur die bloße Aufbewahrung von Dokumenten.
Themen der Veranstaltung waren neue rechtliche Rahmenbedingungen, digitale Werkzeuge und Strategien zum Schutz kulturellen Erbes. Die Teilnehmenden erörterten, wie Archive zunehmend zu offenen, digitalen Dienstleistern für die Öffentlichkeit werden. Als Beispiel wurde ein KI-gestützter Chatbot aus Ulm vorgestellt, der Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zu lokalen Archivbeständen erleichtert.
Einen weiteren Praxisbezug lieferte das virtuelle Stadtmuseum in Winnenden, das mit innovativen Methoden Geschichte lebendig werden lässt. Die Konferenzgäste hatten zudem Gelegenheit, das in Emmendingen ansässige Deutsche Tagebucharchiv zu besichtigen – ein Beispiel dafür, wie Sammlungen ein breiteres Publikum ansprechen können.
Die Diskussionen machten deutlich: Archive übernehmen heute eine Schlüsselrolle dabei, Geschichte zugänglich zu machen. Sie sind längst keine reinen Aufbewahrungsorte mehr, sondern aktive Plattformen für öffentliches Lernen und Austausch.
Die Tagung unterstrich, dass Archive sich neuen Technologien und gesellschaftlichen Bedürfnissen anpassen müssen. Durch die Nutzung digitaler Tools und offenen Zugangs können sie mehr Menschen denn je erreichen. Die Veranstaltung in Emmendingen zeigte konkrete Wege auf, wie Archive auch in einer sich wandelnden Welt relevant bleiben.






