21 April 2026, 08:17

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Abgabe auf Einweg-Geschirr ein

Ein großes Lager mit verschiedenen Reifen, Behältern, Topfpflanzen, bedruckten Platinen, Polen, Beleuchtung, einem blauen Tuch und anderen Gegenständen, mit Bäumen, Fahrzeugen und Schnee im Hintergrund, was auf eine Entsorgungsanlage hinweist.

Potsdam führt als erste Stadt Brandenburgs Abgabe auf Einweg-Geschirr ein

Potsdam führt Gebühr auf Einweg-Geschirr ein

Ab dem 1. Juli 2023 erhebt Potsdam eine Abgabe auf Einweg-Becher, -Teller, -Schalen und -Besteck. Damit ist die Landeshauptstadt die erste Stadt in Brandenburg, die eine solche Steuer einführt.

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Der Stadtrat hatte die Maßnahme im März 2023 beschlossen. Künftig kostet jeder Einweg-Becher, -Teller oder -Schale 50 Cent extra, für Besteckteile werden 20 Cent pro Stück fällig. Die Stadt rechnet damit, dass die Abgabe ab 2027 jährlich etwa eine Million Euro einbringen wird.

Potsdam folgt damit dem Vorbild Tübingen in Baden-Württemberg, das bereits früher eine ähnliche Gebühr eingeführt hatte. Inzwischen haben auch Freiburg und Konstanz vergleichbare Modelle umgesetzt. Der Städtetag Brandenburg hat die Entscheidung begrüßt. Sein Präsident, Oliver Hermann, verwies auf die angespannte Haushaltslage vieler Kommunen.

Angesichts knapper Kassen prüfen nun weitere Städte in Brandenburg Möglichkeiten, ihre Einnahmen zu erhöhen. Die Abgabe soll nicht nur Müll reduzieren, sondern auch zusätzliche Mittel für die Stadtkasse beschaffen.

In weniger als einem Monat tritt die neue Regelung in Kraft. Betroffen sind vor allem Einwegprodukte aus Imbissen und Takeaway-Restaurants. Sollte sich das Modell bewähren, könnten weitere brandenburgische Städte nachziehen.

Quelle