21 April 2026, 08:17

Bundeswehr reformiert Reservekräfte: Mehr Personal, höhere Altersgrenze und bessere Ausstattung

Altes Buch mit Papieren, die Text und Bilder enthalten, die sich auf die Auswirkungen und Budgets von Militärpersonal beziehen.

Bundeswehr reformiert Reservekräfte: Mehr Personal, höhere Altersgrenze und bessere Ausstattung

Bundeswehr plant Reform der Reservekräfte im Rahmen der Militärreformen

Das deutsche Verteidigungsministerium steht vor einer grundlegenden Neugestaltung seiner Reservestrategie als Teil umfassender Reformen der Streitkräfte. Am Mittwoch wird Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Pläne vorstellen, um die Reservekräfte des Landes zu stärken. Noch in diesem Sommer soll ein entsprechendes Gesetz vorgelegt werden. Ziel der Änderungen ist es, Personalengpässe zu schließen und die Einsatzbereitschaft für künftige Herausforderungen zu verbessern.

Aktuell sind offiziell rund 60.000 Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr zugewiesen – die genaue Zahl bleibt jedoch unklar. Um hier Klarheit zu schaffen, wird das Ministerium eine neue militärische Erhebung durchführen, um präzise Daten zu ermitteln. Bis 2035 soll das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes die Zahl der aktiven Reservisten auf 200.000 erhöhen.

Ein zentraler Vorschlag sieht vor, die Altersgrenze für Reservistinnen und Reservisten von 65 auf 70 Jahre anzuheben. Begründet wird dies damit, dass Menschen heute länger fit bleiben und auch in anderen Bereichen das Renteneintrittsalter bereits angehoben wurde. Zudem soll sichergestellt werden, dass Reservisten über eine angemessene Ausstattung verfügen und sinnvolle Ausbildungsmöglichkeiten erhalten.

Die Planung wird eine entscheidende Rolle dabei spielen, wie viele Reservisten künftig an jährlichen Übungen teilnehmen. Das Ministerium setzt sich dafür ein, das Prinzip der freiwilligen Freistellung durch Arbeitgeber abzuschaffen – die Reservistinnen und Reservisten selbst werden jedoch weiterhin auf freiwilliger Basis dienen. Während der Coronavirus-Pandemie wurden zwischen 10.000 und 15.000 Reservisten einberufen, was ihre Bedeutung in Krisenzeiten unterstrich.

Das bevorstehende Reservestärkungsgesetz wird diese Änderungen formal verankern, mit Fokus auf bessere Ausbildung, höhere Beteiligung und klarere Planung. Werden die Reformen verabschiedet, werden sie das deutsche Reservistsystem in den kommenden zehn Jahren grundlegend umgestalten. Das Ministerium erwartet, dass die neuen Maßnahmen die militärische Einsatzbereitschaft steigern und langjährige Personalengpässe beheben werden.

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