07 May 2026, 06:16

NRW setzt auf OSINT: Wie die Polizei digitale Ermittlungen revolutioniert

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NRW setzt auf OSINT: Wie die Polizei digitale Ermittlungen revolutioniert

Nordrhein-Westfalen stärkt digitale Kompetenzen der Polizei mit großem OSINT-Ausbau

Nordrhein-Westfalen treibt die Digitalisierung seiner Polizeiarbeit mit einem massiven Ausbau der Open-Source-Intelligence (OSINT) voran. Die Initiative umfasst neue Schulungsprogramme, erweiterte Teams und spezialisierte Einheiten, um die Ermittlungsarbeit im Netz zu professionalisieren. Ziel ist es, die Fähigkeiten der Beamten bei der Sammlung und Auswertung öffentlich zugänglicher Daten – insbesondere aus sozialen Medien – deutlich zu verbessern.

Das Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf hat seine OSINT-Kapazitäten bereits deutlich ausgebaut. Unter der Leitung von Fabian Coenen ist die Abteilung 22.2, die sich mit politisch motivierter Kriminalität befasst, von einst zwei Spezialisten auf ein 16-köpfiges Team angewachsen. Dazu zählen IT-Experten, Soziologen und Politikwissenschaftler, die gemeinsam digitale Ermittlungen vorantreiben.

Das Projekt mit dem Namen «Digitale Streife» hat dem LKA zehn zusätzliche Beamte gebracht, davon sechs für Coenens Einheit. Fast 100 weitere Polizisten in sechs regionalen Polizeibehörden unterstützen mittlerweile die OSINT-Arbeit. Diese Teams sind Teil des bundesweiten Staatsschutznetzwerks und ermöglichen schnelle Recherche-Einsätze bei Bedarf.

Ein zentraler Baustein der Initiative ist die Ausbildung. Marc Restemeyer, ein 37-jähriger Regierungsausbilder, leitet OSINT-Kurse beim Landesamt für Ausbildung, Fortbildung und Personalangelegenheiten (LAFP). Seine Arbeit sorgt dafür, dass sowohl neue LKA-Mitarbeiter als auch Beamte der Digitalen Streife eine standardisierte, rechtssichere Schulung erhalten. Ein eigens entwickeltes Online-Tool, das Restemeyer mit anderen Experten erarbeitet hat, bildet die Grundlage der Ausbildung und bereitet die Beamten auf reale digitale Ermittlungen vor.

Der Ausbau der OSINT-Teams und -Schulungen unterstreicht das Engagement Nordrhein-Westfalens für eine moderne Polizeiarbeit. Mit fast 100 zusätzlichen Beamten will das Land die Überwachung und Bekämpfung von Online-Bedrohungen verbessern. Die strukturierten Programme und spezialisierten Werkzeuge sollen digitale Ermittlungen beschleunigen, effizienter gestalten und rechtlich abgesichert machen.

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