NRW investiert 305 Millionen Euro in den Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Philipp ZimmermannNRW investiert 305 Millionen Euro in den Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln
Nordrhein-Westfalen (NRW) stellt 305 Millionen Euro für den Ausbau der S11 zwischen Bergisch Gladbach und Köln bereit. Das Vorhaben, für das nun die vollständige Planungsgenehmigung vorliegt, umfasst umfassende Modernisierungen der Bahnhöfe und eine Erhöhung der Streckenkapazität. Allerdings könnten Verzögerungen durch Terminüberschneidungen mit anderen Großprojekten dazu führen, dass die Fertigstellung des zweiten Gleises frühestens nach 2032 erfolgt.
Der Ausbau der S11 sieht unter anderem eine Verdopplung der Gleise vor, den Ausbau des Bahnhofs Bergisch Gladbach auf vier Gleislagen sowie den Neubau eines Haltepunkts in Köln-Kalk West. Zudem werden alle Stationen von Köln-Holweide bis Bergisch Gladbach barrierefrei umgebaut. Nach Abschluss der Arbeiten sollen die Züge im Zehn-Minuten-Takt verkehren, in der Hauptverkehrszeit fast alle fünf Minuten.
Mit der erteilten Planungsgenehmigung kann die DB InfraGO nun Ausschreibungen für Bauleistungen starten und Gleissperrungen anmelden. NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer rechnet damit, dass die noch ausstehenden Genehmigungen im Laufe dieses Sommers erteilt werden.
Die ersten größeren Einschränkungen für Pendler gibt es vom 10. April bis zum 3. Juli 2026, wenn die Gleise für den Einbau eines digitalen Stellwerks in Mülheim gesperrt werden. Weitere Sperrungen sind vom 9. Juli bis zum 15. Oktober 2027 für den Umbau der Bahnhöfe Holweide und Dellbrück geplant.
Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt 836 Millionen Euro, wovon der Bund 531 Millionen Euro übernimmt. NRW ist das einzige Bundesland, das eine derart hohe Summe in den Ausbau dieser konkreten S-Bahn-Strecke investiert – vergleichbare Vorhaben in anderen Regionen erhalten keine ähnliche Förderung.
Der Ausbau der S11 wird die Schienenkapazität zwischen Bergisch Gladbach und Köln deutlich erhöhen. Die Bahnhöfe werden barrierefrei ausgebaut, und das Zugangebot wird verdichtet. Allerdings könnte sich die Fertigstellung des zweiten Gleises weiter verzögern, falls es bei der Koordination mit anderen Großprojekten zu weiteren Konflikten kommt.






