09 May 2026, 10:18

Hautkrebsfälle explodieren: Über 100.000 Behandlungen in Deutschland 2023

Plakat, das für Operationen, Röntgenstrahlen und Radium als sichere Waffen gegen Krebs wirbt.

Hautkrebsfälle explodieren: Über 100.000 Behandlungen in Deutschland 2023

Hautkrebsfälle in Deutschland auf Rekordhoch: Über 100.000 Behandlungen im Jahr 2023

In den letzten zehn Jahren haben sich die Hautkrebsfälle in Deutschland dramatisch erhöht – allein 2023 wurden über 100.000 Menschen behandelt. Dieser starke Anstieg fällt zusammen mit Warnungen von Experten vor den wachsenden Gefahren durch UV-Strahlung, die sowohl mit dem Klimawandel als auch mit unzureichendem Sonnenschutz in Verbindung gebracht wird. Zwar bleibt Sonnencreme ein zentraler Schutzfaktor, doch halten sich Bedenken hinsichtlich ihrer Sicherheit und Wirksamkeit hartnäckig.

Dass UV-Strahlen der Sonne nachhaltige Hautschäden verursachen und das Krebsrisiko erhöhen, ist längst bekannt. Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat sogar Benzophenon – einen häufigen Inhaltsstoff in Sonnencremes – als möglicherweise krebserregend eingestuft. Hinzu kommt, dass chemische Filter in manchen Produkten allergische Reaktionen auslösen oder unerwünschte Weichmacher enthalten können.

Um den auf der Verpackung angegebenen vollen Schutz zu erreichen, müssen Verbraucher zwei Milligramm Sonnencreme pro Quadratzentimeter Haut auftragen. Selbst dann reicht Sonnencreme allein nicht aus. Dermatologen betonen, dass das Meiden der Mittagssonne und das Tragen schützender Kleidung genauso wichtig sind.

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Der europäische Kosmetikverband (COLIPA) führte das UVA-Siegel ein, um Verbrauchern die Identifizierung von Produkten zu erleichtern, die sowohl vor UVB- als auch UVA-Strahlen schützen. Unterdessen sind Behauptungen, Sonnencreme blockiere die Vitamin-D-Aufnahme, wissenschaftlich kaum belegt. Die SPF-Zahl gibt lediglich an, wie viel länger man sich im Vergleich zu ungeschützter Haut der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu riskieren.

Durch den Klimawandel nimmt die UV-Belastung weiter zu – und mit ihr das Risiko für damit verbundene Erkrankungen. Noch vor zehn Jahren wurden in Deutschland weniger als 42.000 Hautkrebsfälle registriert, also weniger als die Hälfte der heutigen Zahlen.

Der deutliche Anstieg der Diagnosen unterstreicht die Notwendigkeit besserer Sonnenschutzgewohnheiten. Zwar spielt Sonnencreme eine entscheidende Rolle, doch raten Experten dazu, sie mit weiteren Vorsichtsmaßnahmen wie Schatten und Kleidung zu kombinieren. Gleichzeitig machen anhaltende Bedenken über chemische Filter und deren Langzeitwirkungen deutlich, wie wichtig es ist, Produkte sorgfältig auszuwählen.

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