07 April 2026, 10:18

Grüne warnen vor drastischen Beitragserhöhungen bei der Krankenversicherung ab 2025

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Lücke in der Versorgung für amerikanische Familien."

Grüne warnen vor drastischen Beitragserhöhungen bei der Krankenversicherung ab 2025

Janosch Dahmen, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen, hat die Bundesregierung aufgefordert, die Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung zügig voranzutreiben. Ohne schnelles Handeln drohe ab Januar kommenden Jahres eine Finanzierungslücke von 15 Millionen Euro, die die Beitragssätze deutlich in die Höhe treiben könnte. Die Ampelkoalition steht nun unter Druck, den Gesetzentwurf noch vor der Sommerpause zu finalisieren, um diese Entwicklung abzuwenden.

Dahmen betonte, dass der Regierung die Zeit davonläuft. In Gesprächen mit den Sendern RTL und ntv kritisierte er die zögerliche Umsetzung und verwies darauf, dass im Rahmen der Kommission ein ganzes Jahr verlorengegangen sei. Jetzt müsse Taten statt Worte folgen, forderte er.

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Der Schätzungsausschuss, der die Beitragssätze für das Folgejahr festlegt, tritt bereits im Oktober zusammen. Werden bis dahin keine Reformen beschlossen, könnten die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung bis zum Ende dieser Legislaturperiode auf 25 Prozent steigen. Dahmen warnte, dass ein solcher Anstieg bedeute, dass ein Viertel der Löhne verschwindet – mit gravierenden Folgen für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.

Er rief die Koalition auf, die Osterpause nicht für Verzögerungen zu nutzen und stattdessen ohne weiteres Zögern Reformvorschläge vorzulegen. Die Regierung müsse sich einigen und umfassende Änderungen durchsetzen, um das Schlimmste zu verhindern. Der Gesetzentwurf müsse vor der Sommerpause stehen, um einen Anstieg der Beiträge zu verhindern. Ohne Reformen werde die Finanzierungslücke zu deutlichen Erhöhungen zwingen, die sowohl Arbeitnehmer als auch Unternehmen belasten würden. Die nächsten Schritte der Koalition werden entscheiden, ob das System langfristig stabil bleibt.

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