09 May 2026, 08:17

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz "Position der Stärke"

Schwarze und weiße Fotografie einer 19. Jahrhundert deutschen Fabrik mit Arbeitern, die Maschinen bedienen, umgeben von Metallstangen und -pfählen, beschriftet mit "Neue Eisenglebeerei, die erste Fabrik in Deutschland" unten.

Festo streicht 1.300 Jobs in Deutschland – trotz "Position der Stärke"

Festo, ein familiengeführtes Unternehmen für industrielle Automatisierungstechnik mit Sitz in Esslingen, hat Pläne bekannt gegeben, rund 1.300 Stellen in Deutschland abzubauen. Der Schritt ist Teil eines umfassenden Transformationsprogramms, das die Effizienz steigern und das künftige Wachstum sichern soll. Der Umsatz für 2025 sank um 3,7 % auf 3,33 Milliarden Euro – der dritte Rückgang in Folge.

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Das Unternehmen ist spezialisiert auf Automatisierungstechnologie, darunter pneumatische Systeme, Software und KI-gestützte Lösungen. CEO Thomas Böck betonte die Dringlichkeit des Handelns: „Wir müssen jetzt handeln, solange wir noch aus einer Position der Stärke agieren können.“ Die Stellenstreichungen folgen auf Verschiebungen in den globalen Märkten, den wachsenden Wettbewerb aus Asien und die anhaltende geopolitische Instabilität.

Festo beschäftigt derzeit weltweit etwa 20.600 Mitarbeiter, davon rund 8.200 in Deutschland. Die geplanten Entlassungen stoßen bei der IG Metall auf scharfe Kritik: Die Gewerkschaft bezeichnete die Entscheidung als Fehler, der die industrielle Basis Deutschlands schwäche. Das Unternehmen baut seine deutschen Standorte um, um Mittel für die Transformation freizusetzen.

Mit der globalen Neuausrichtung will Festo seine Führungsposition in der Automatisierung und der technischen Bildung stärken. Durch effizientere Prozesse hofft der Konzern, den Umsatzrückgang zu stoppen und sich an veränderte Marktbedingungen anzupassen.

Die Stellenabbaumaßnahmen reduzieren die deutsche Belegschaft von Festo um etwa 16 %. Das Transformationsprogramm zielt darauf ab, das Wachstum wiederherzustellen und die Wettbewerbsfähigkeit in der Automatisierungsbranche zu erhalten. Weitere Details zu den Umstrukturierungsmaßnahmen werden in den kommenden Monaten erwartet.

Quelle