21 March 2026, 06:15

Wie die DDR-Symbole nach 1990 über Nacht aus dem Alltag verschwanden

Zwei Medaillen mit lila und weißen Bändern, beschriftet, auf einer maronenfarbenen Oberfläche.

Neue Ausstellung: 'Die Beseitigung von GDR-Staatssymbolen' - Wie die DDR-Symbole nach 1990 über Nacht aus dem Alltag verschwanden

Eine neue Ausstellung in Berlin spürt dem plötzlichen Verschwinden der Staatsymbolik der DDR nach dem Untergang der DDR nach

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Die Schau im DDR-Museum in Berlin-Mitte zeigt, wie Fahnen, Abzeichen und Orden fast über Nacht aus dem öffentlichen Leben verschwanden. Viele landeten im Müll, auf Flohmärkten oder in privaten Sammlungen im ganzen Land.

Als die Deutsche Demokratische Republik 1990 zusammenbrach, wurden ihre offiziellen Symbole mit bemerkenswerter Geschwindigkeit entfernt. Fahnen, Abzeichen und Medaillen, die einst den öffentlichen Raum prägten, wurden entsorgt, verkauft oder weggeschlossen. Einige fanden ihren Weg in Museen, darunter auch das DDR-Museum selbst – die meisten jedoch wurden verstreut, in Sperrmüllcontainer geworfen oder auf Flohmärkten feilgeboten.

Die Ausstellung mit dem Titel "Ein Land im Container: Die Entsorgung der DDR-Staatssymbole" fragt, warum die Embleme einer ganzen Nation so schnell getilgt wurden. Gleichzeitig zeigt sie, wie diese Gegenstände an unerwarteten Orten wieder auftauchten. In Bayern verzeichnen Städte wie Augsburg, Nürnberg, Regensburg und München einen Anstieg privater Verkäufe von DDR-Orden, oft über Plattformen wie kleinanzeigen.de angeboten.

Noch bis Mitte November sind in der Ausstellung Objekte zu sehen, die einst mit der Identität des Staates verbunden waren. Besucher können nachvollziehen, wie Symbole, die jahrzehntelang den Alltag prägten, innerhalb weniger Monate zu weggeworfenen Relikten wurden.

Die Schau wirft ein Licht auf ein kaum beachtetes Kapitel der deutschen Wiedervereinigung: das rasche Verschwinden der DDR-Bildsprache aus der Öffentlichkeit. Viele dieser Gegenstände tauchen heute in Online-Marktplätzen auf oder lagern vergessen auf Dachböden. Das Museumsprojekt dokumentiert einen Moment, in dem Geschichte buchstäblich weggeworfen wurde.

Quelle