US-Investor PGIM drängt mit Miet-Reihenhäusern auf den deutschen Markt
PGIM, eine Tochtergesellschaft des US-Versicherers Prudential Financial, plant den Einstieg in den deutschen Reihenhausmarkt. Damit wagt sich erstmals ein institutioneller Investor in nennenswertem Umfang in den deutschen Markt für Einfamilienhäuser. Das Unternehmen prüft derzeit Chancen in neu gebauten Immobilien in zentralen Regionen des Landes.
Die Firma beabsichtigt, Reihenhäuser in Pendlergebieten rund um deutsche Großstädte zu errichten. Durch den Einsatz modularer Bauweise sollen die Kosten zwischen 1.900 und 2.000 Euro pro Quadratmeter liegen. Die Mieten würden sich auf 17 bis 18 Euro pro Quadratmeter belaufen – was monatliche Warmmieten von etwa 1.700 bis 1.800 Euro bedeuten würde.
PGIM setzt dabei auf langfristige Vermietung statt auf Verkauf. Als großer Investor kann das Unternehmen Vorverkäufe teilweise absichern und Entwicklern so den Zugang zu günstigeren Finanzierungskonditionen ermöglichen. Dieser Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der der Immobilienmarkt insgesamt verhalten bleibt und viele Projekte ohne Vorverkaufsverträge auf Eis liegen.
Der Vorstoß markiert einen Wandel im deutschen Wohnungssektor, in dem institutionelle Anleger bisher kaum im Segment der Einfamilienhäuser aktiv waren. PGIMs Engagement deutet auf Vertrauen in die Nachfrage nach Miet-Reihenhäusern hin – insbesondere in gut angebundenen Speckgürteln der Städte.
Sollte das Modell erfolgreich sein, könnte PGIMs Einstieg weitere institutionelle Investoren ermutigen, den deutschen Reihenhausmarkt zu erschließen. Der Fokus auf modulare Bauweise und langfristige Vermietung könnte zudem als Blaupause für die Bewältigung von Wohnungsengpässen in Ballungsräumen dienen. Gleichzeitig profitieren Bauträger von besseren Finanzierungsmöglichkeiten durch abgesicherte Vorverkäufe.






