16 March 2026, 12:25

UniCredit drängt auf mehr Einfluss bei der Commerzbank – Gewerkschaften schlagen Alarm

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Schilder mit der Aufschrift "Keine Mauer, kein Verbot" hoch und trägt Mützen, mit Tafeln im Hintergrund.

Verdi: Ablehnung der Commerzbank-Übernahme durch Unicredit - UniCredit drängt auf mehr Einfluss bei der Commerzbank – Gewerkschaften schlagen Alarm

UniCredit startet freiwilliges Umtauschangebot für Commerzbank-Aktien

Die italienische Großbank UniCredit hat ein freiwilliges Aktientauschangebot für alle Anteile der Commerzbank gestartet. Die Bank hält bereits 26 Prozent an ihrem deutschen Konkurrenten und strebt an, ihren Anteil auf über 30 Prozent auszubauen. Der Schritt löst bei Gewerkschaften Sorgen vor möglichen Arbeitsplatzverlusten aus.

UniCredit ist mit 26 Prozent bereits größter Einzelaktionär der Commerzbank. Nun will die Bank ihre Beteiligung auf über 30 Prozent erhöhen, betont jedoch, keine vollständige Übernahme anzustreben. Ein formelles Übernahmeangebot wird für Mai erwartet.

Die Gewerkschaft Verdi übt scharfe Kritik an UniCredits Vorgehen. Sie wirft Vorstandschef Andrea Orcel unberechenbares Handeln vor und warnt vor schweren Folgen für die Belegschaft. Verdi betont wiederholt, dass ein unabhängiges Fortbestehen der Commerzbank Arbeitsplätze besser sichern würde.

Gewerkschaftsvertreter hatten bereits zuvor vor "massiven Stellenabbau" gewarnt, falls UniCredit an Einfluss gewinnt. Sie rechnen mit großflächigen Entlassungen sowohl bei der Commerzbank als auch bei der HypoVereinsbank, einer weiteren UniCredit-Tochter. Die Bedenken folgen auf das Übernahmeangebot, das UniCredit am 16. März 2026 vorlegte und das Analysten zufolge zu Filialschließungen und Umstrukturierungen führen könnte.

UniCredits Angebot wirft Fragen zur Zukunft der Commerzbank-Belegschaft auf. Die Bank plant, ihr formelles Angebot im kommenden Monat vorzulegen, während Verdi weiterhin für die Unabhängigkeit der Commerzbank kämpft. Das Ergebnis wird entscheiden, ob es zu Stellenstreichungen oder Restrukturierungsmaßnahmen kommt.

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