16 March 2026, 14:16

Spritpreise in Thüringen explodieren – Minister fordert Krisengipfel gegen Rekordkosten

Ein Plakat mit Bäumen und Himmel, mit dem Text "Investition in Gemeinden: Größte Investition in ländliche Elektrizität seit dem New Deal".

Höhe der Kraftstoffpreise: Kummers Sorge um Klimakasse an Bürger - Spritpreise in Thüringen explodieren – Minister fordert Krisengipfel gegen Rekordkosten

Spritpreise in Thüringen auf Rekordhoch – Autofahrer besonders betroffen

In Thüringen sind die Spritpreise auf historische Höchststände geklettert – eine schwere Belastung für ein Bundesland, in dem viele Bürger auf das Auto angewiesen sind. Energieminister Tilo Kummer (Grüne) drängt nun auf schnelle Maßnahmen, darunter ein Krisentreffen von Bund und Ländern, um die finanzielle Not der Haushalte zu lindern.

Stand 16. März 2026 kostete Super E10 in Thüringen zwischen 2,06 und 2,12 Euro pro Liter, Diesel lag bei 2,17 bis 2,18 Euro. Der starke Anstieg folgte auf einen drastischen Wochensprung: Zwischen dem 4. und 11. März stiegen die Preise für Diesel um 27,1 Cent, für E10 um 14,8 Cent. Kummer führte die Preisspirale unter anderem auf den Iran-Konflikt zurück, der den Rohölpreis auf rund 90 Dollar pro Barrel getrieben habe.

Laut ADAC schlagen allein die CO₂-Bepreisung mit mindestens 15,7 Cent pro Liter Benzin und 17,3 Cent pro Liter Diesel zu Buche. Hinzu kommen die Energiesteuer (65,4 Cent pro Liter Benzin), regionale Preisschwankungen von bis zu 8 Cent sowie die Preispolitik einzelner Tankstellen. Kummer begrüßte zwar Pläne, Tankstellen auf eine tägliche Preiserhöhung zu beschränken, forderte aber umfassendere Entlastungen.

Thüringen und acht weitere Bundesländer hatten bereits im vergangenen Jahr eine vollständige Rückerstattung der CO₂-Einnahmen – den sogenannten Klimabonus – vom Bund gefordert. Kummer drohte, falls es keine Fortschritte gebe, die Angelegenheit über den Bundesrat eskalieren zu lassen. Gleichzeitig lobte er die Freigabe von Ölreserven als Maßnahme zur Marktstabilisierung und Preissenkung.

Der Minister bestätigte, dass das technische System für die direkte Auszahlung des Klimabonus auf die Konten der Bürger bis 2025 bereitstehen solle. Davon würden besonders einkommensschwache Haushalte profitieren, die durch die CO₂-Bepreisung am stärksten belastet werden.

Kummer fordert nun eine Notfallkonferenz der Energieminister, um Lösungen zu finden. Der Klimabonus könnte, so er kommt, direkte finanzielle Entlastung für die am härtesten von den steigenden Spritkosten Betroffenen bringen. Unterdessen müssen Autofahrer in Thüringen weiter mit den höchsten Preisen seit Jahren leben.

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