U7-Verlängerung in Spandau: Koalitionsstreit über gestrichenes Milliardenprojekt
Philipp ZimmermannU7-Verlängerung in Spandau: Koalitionsstreit über gestrichenes Milliardenprojekt
Berliner Verkehrsplan entfacht Streit zwischen Koalitionspartnern
Die geplante Verlängerung der U7 in Spandau ist aufgrund hoher Kosten und einer ungünstigen Kosten-Nutzen-Bewertung gestrichen worden. Nun hat SPD-Fraktionschef Raed Saleh den Verkehrsplan öffentlich abgelehnt – und legt sich damit mit der CDU an.
Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) bestätigte, dass die U7-Verlängerung in der aktuellen Planung nicht umgesetzt werde. Als Hauptgründe nannte sie überzogene Kosten und eine negative Kosten-Nutzen-Analyse. Ohne die Verlängerung bleibt die Siedlung Heerstraße Nord weiterhin ohne direkte U-Bahn-Anbindung.
Bonde betonte zudem, dass weitere Untersuchungen zur Systemauswahl und Streckenführung nötig seien, bevor das Projekt erneut geprüft werden könne. Trotz dieser Haltung ließ Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) die Tür für künftige Gespräche über die U7-Verlängerung offen.
Raed Saleh, Vorsitzender der SPD-Fraktion, lehnte Bondes Verkehrsplan hingegen kategorisch ab. In einer offiziellen Mitteilung an Wegner machte er deutlich, dass seine Fraktion den Vorschlag in der aktuellen Form nicht unterstützen werde. Die Meinungsverschiedenheiten drohen nun zu einem zentralen Konflikt zwischen den Koalitionspartnern vor den anstehenden Wahlen zu werden.
Die U7-Verlängerung ist vorerst vom Tisch – die Bewohner von Heerstraße Nord müssen weiterhin auf eine U-Bahn-Anbindung verzichten. Die Zukunft des Verkehrsplans hängt davon ab, ob die Koalition ihre Differenzen beilegen kann. Gelingt kein Kompromiss, könnte der Streit die Berliner Politik vor der Wahl prägen.






