Brandenburgs Schulen stehen vor dem Kollaps durch extremen Lehrermangel
Philipp ZimmermannBrandenburgs Schulen stehen vor dem Kollaps durch extremen Lehrermangel
Brandenburg kämpft mit dem schwersten Lehrkräftemangel seiner Geschichte. Die Krise hat Schulen bereits gezwungen, ihr Personal bis an die Grenzen zu belasten – die meisten Lehrkräfte arbeiten seit der zweiten Jahreshälfte zusätzliche Stunden. Nun warnen Beamte, dass sich die Lage im kommenden Jahr weiter verschärfen wird.
Das aktuelle Schuljahr begann mit einem eklatanten Lehrermangel. Durch Haushaltskürzungen hat sich das Problem noch verschärft, darunter der Abbau von 345 Vollzeitstellen im Haushaltsplan 2025. Bildungsminister Gordon Hoffmann räumte ein, dass er nicht garantieren könne, dass im nächsten Jahr alle erforderlichen Unterrichtsstunden vollständig abgedeckt werden.
Das kommende Jahr bringt eine doppelte Herausforderung: die höchste Schülerzahl in der Geschichte Brandenburgs und gleichzeitig den größten Lehrkräftemangel. Um Wissenslücken zu schließen, hat Hoffmann Reformen angekündigt, die die Lese- und Rechenkompetenzen der Schüler verbessern sollen. Doch mit immer weniger Lehrkräften stehen die Schulen vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe.
Die Haushaltskürzungen für 2025 haben die Krise vertieft – ausgerechnet zu dem Zeitpunkt, an dem die Schülerzahlen ihren Höhepunkt erreichen. Die Schulen werden sich wohl noch stärker auf überlastetes Personal stützen müssen, während die Reformen zur Stärkung der Grundkompetenzen kaum Wirkung zeigen dürften. Hoffmanns Warnungen deuten darauf hin, dass keine schnelle Lösung in Sicht ist.






