21 March 2026, 18:18

Streit um Solarsubventionen: Reiche plant Kürzungen – SPD und Grüne protestieren

Balkendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Energiefachleute von SPD und Grünen kritisieren Reiches Gesetzespläne - Streit um Solarsubventionen: Reiche plant Kürzungen – SPD und Grüne protestieren

Ein neuer Streit um die deutsche Erneuerbare-Energien-Politik ist entbrannt. Die Pläne von Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, Subventionen für kleine Solaranlagen zu streichen, stoßen bei den Oppositionsparteien auf scharfe Kritik. Vertreter von SPD und Grünen argumentieren, die Vorschläge würden den Fortschritt hin zu sauberer Energie ausbremsen.

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Im Januar 2026 sah Reiches Entwurf zur Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) vor, die Förderung für Dach-Solaranlagen bis 25 kW Leistung zu streichen. Die CDU-Ministerin begründete dies damit, dass solche Anlagen mittlerweile wirtschaftlich rentabel seien und keine staatliche Unterstützung mehr benötigten. Doch die SPD-Energieexpertin Nina Scheer verurteilte den Schritt als Rückschritt.

Scheer bezeichnete Reiches Pläne als "völlig in die falsche Richtung gehend". Sie warnte, dass der Wegfall von Anreizen für kleine Solarprojekte kostengünstige Energielösungen untergraben würde. Ohne Förderung hätten Hausbesitzer und Unternehmen weniger Anreize, in Solarstrom zu investieren, so Scheer.

Die SPD-Politikerin wies auch Reiches Andeutung zurück, der deutsche Atomausstieg sei ein Fehler gewesen. Scheer betonte, solche Aussagen lenkten nur vom eigentlichen Ziel ab: dem Ausbau der Erneuerbaren. Sie warf der Ministerin vor, die "Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zementieren" zu wollen, statt die grüne Wende zu beschleunigen.

Der energiepolitische Sprecher der Grünen, Michael Kellner, schloss sich der Kritik an. Er forderte eine klare "Unabhängigkeitserklärung von fossilem Öl und Gas". Beide Parteien drängten Reiche, ihre Vorschläge im Einklang mit den Klimazielen der Ampel-Koalition zu überarbeiten.

Bisher liegen jedoch keine konkreten Gegenentwürfe aus der Ampel-Regierung vor. Die Debatte zeigt die wachsenden Spannungen bei der Frage, wie wirtschaftliche Interessen mit den deutschen Ausbauzielen für Erneuerbare Energien in Einklang gebracht werden können.

Reiches Reformpläne stoßen bei SPD und Grünen auf massiven Widerstand. Kritiker befürchten, die Kürzungen würden die Solarenergie-Expansion schwächen und den Ausstieg aus fossilen Energien verzögern. Die Bundesregierung hat bisher keine alternativen Maßnahmen vorgelegt, um die Energiewende auf Kurs zu halten.

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