Solinger Unternehmen kämpfen mit explodierenden Dieselpreisen und drohenden Pleiten
Nina SchulzSolinger Unternehmen kämpfen mit explodierenden Dieselpreisen und drohenden Pleiten
Unternehmen in Solingen und der Region ächzen unter explodierenden Dieselpreisen
Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Solingen schlägt Alarm: Immer mehr Betriebe stehen vor dem Aus, sollten die Spritkosten weiter steigen. Besonders hart trifft es branchenübergreifend transportintensive Sektoren – vom Handwerk über die Bauwirtschaft bis hin zur Logistik.
Während ein kleiner Handwerksbetrieb monatlich rund 1.000 Liter Diesel verbraucht, liegen mittlere Speditionen bei über 100.000 Litern. Bauunternehmen bewegen sich dazwischen und benötigen etwa das Zehnfache eines Kleinbetriebs.
Als Gegenmaßnahme gegen die Preisschwankungen führte die Bundesregierung kürzlich eine Regelung ein, die Tankstellen auf eine tägliche Preisanpassung um 12 Uhr beschränkt. Doch Unternehmer zeigen sich skeptisch: Die Maßnahme greife zu kurz, da sie das Grundproblem – die ungebremst steigenden Spritkosten, die die Gewinnmargen weiter aushöhlen – nicht löse.
Angesichts der Kostenexplosion fordern die Unternehmen nun weitere Entlastungen von der Politik. Ohne Unterstützung drohten Betriebsschließungen und eine Destabilisierung der regionalen Wirtschaft, warnen sie.
Die Krise zwingt viele Betriebe, die höheren Ausgaben zu schultern, ohne die Dienstleistungen einzuschränken. Doch die Rufe nach staatlicher Hilfe werden lauter – und mit ihnen die Sorge um die Zukunft transportabhängiger Branchen. Ohne gezielte Maßnahmen könnte der wirtschaftliche Schaden bald über einzelne Unternehmen hinaus die gesamte Region erfassen.






