Skandal um Falken-Betreuer: Pornografie in Projektwoche erschüttert Förderdebatte
Ben HofmannSkandal um Falken-Betreuer: Pornografie in Projektwoche erschüttert Förderdebatte
Ein Bundesförderprogramm steht in der Kritik, nachdem zwei Betreuer während einer Projektwoche pornografisches Material an Schüler gezeigt haben. Bei dem Vorfall handelte es sich um Mitglieder der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken, einer Organisation, die Millionen an Steuergeldern erhält. Nun werden Fragen laut, wie öffentliche Mittel an politische und kulturelle Gruppen vergeben werden.
Gleichzeitig hat sich eine breitere Debatte über die Verteilung staatlicher Finanzierungen entfacht. Während etablierte Parteien und linksgerichtete Initiativen Hundertmillionen erhalten, bleibt die Parteistiftung der AfD von solcher Förderung ausgeschlossen.
Der Skandal nahm seinen Anfang in Sachsen, wo zwei als "nicht-binär" bezeichnete Betreuer – beide der Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken zugehörig – explizite Inhalte Neuntklässlern präsentierten. Die Veranstaltung fand im Rahmen einer unbeaufsichtigten Projektwoche statt, die teilweise durch einen 2.500-Euro-Zuschuss der Amadeu Antonio Stiftung finanziert wurde. Diese Stiftung selbst bezieht jährlich über sechs Millionen Euro aus Steuermitteln.
Die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken profitiert seit Langem von staatlicher Unterstützung. Seit 2016 erhielt die Organisation fast 13 Millionen Euro vom Bund, darunter eine Million Euro jährlich über den Kinder- und Jugendplan. Dieser 1950 ins Leben gerufene Plan verfügt heute über ein Budget von 250 Millionen Euro für Jugend- und Bildungsprojekte.
Darüber hinaus fließen über das Bundesprogramm "Lebendige Demokratie!" jährlich fast 200 Millionen Euro in das, was Kritiker als "links-grün-rote Subkultur" bezeichnen. Zusammen mit anderen "Demokratieförder"-Programmen werden so über 600 Millionen Euro an Steuergeldern in Medien-, Kultur- und politische Projekte gelenkt – viele davon mit linksgerichteten Verbindungen.
Im Gegensatz dazu wird die Parteistiftung der AfD seit fünf Jahren von staatlicher Finanzierung ausgeschlossen. Diese Ungleichbehandlung hat Vorwürfe einer ungerechten Verteilung von Steuergeldern geschürt.
Der Vorfall in Sachsen wirft Fragen nach der Kontrolle öffentlich geförderter Programme auf. Angesichts der Millionenbeträge, die an Organisationen wie die Sozialistische Jugend Deutschlands – Die Falken fließen, wächst die Skepsis, wie diese Mittel eingesetzt werden. Gleichzeitig bleibt der Ausschluss bestimmter politischer Gruppen von staatlicher Förderung ein Streitpunkt in der Förderdebatte.






