26 March 2026, 18:18

Sieben Meter hohes Bauernkriegs-Denkmal in Mühlhausen feierlich enthüllt

Schwarze und weiße mittelalterliche Szene mit einer Burg, Menschen, Pferden, Gebäuden, Bäumen, einem Zaun und handgeschriebener Text.

Sieben Meter hohes Bauernkriegs-Denkmal in Mühlhausen feierlich enthüllt

Sieben Meter hohes Denkmal für den 500. Jahrestag des Bauernkriegs in Mühlhausen enthüllt

Am 5. April 2025 wurde in Mühlhausen ein sieben Meter hohes Denkmal zur Erinnerung an den 500. Jahrestag des Bauernkriegs feierlich eingeweiht. Die imposante Skulptur orientiert sich an einer nie umgesetzten Skizze Albrecht Dürers aus dem Jahr 1525 – eine Hommage an die unruhige Zeit, in der blutig niedergeschlagene Bauernaufstände weite Teile des Heiligen Römischen Reiches erschütterten.

Der Bauernkrieg brach zwischen April und Juni 1525 aus, als sich bäuerliche Produzenten gegen den wachsenden Machtanspruch adliger Grundherren auflehnten, die ihre Kontrolle über Leben und Lebensgrundlagen der Bauern verschärften. Wirtschaftliche Not und zunehmende Unzufriedenheit trieben die Revolten voran, die sich von der Region um den Bodensee bis in den Harz ausbreiteten. Trotz zahlenmäßiger Überlegenheit standen die Aufständischen gut bewaffneten Söldnerheeren gegenüber, die die Erhebungen in einer Reihe brutaler Schlachten niederschlugen.

Der Mai 1525 ging als "Blutmai" in die Geschichte ein – benannt nach den verheerenden Verlusten unter den Rebellen. Historiker schätzen, dass bis zu 75.000 Bauern im Kampf um Freiheit ihr Leben verloren, auch wenn exakte Opferzahlen bis heute unklar bleiben. Konkrete Orte innerhalb des heutigen Deutschlands lassen sich mit diesen Verlusten nicht verknüpfen, da sich die Kämpfe vor allem in Gebieten konzentrierten, die nicht mehr zu den heutigen Bundesländern gehören.

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Das neue Denkmal in Mühlhausen kostete 250.000 Euro, wobei die Hälfte der Summe durch öffentliche Spenden finanziert wurde. Seine Enthüllung fällt zusammen mit der Thüringer Landesausstellung "freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg", die sich intensiv mit den Ursachen, Ereignissen und dem Vermächtnis des Aufstands auseinandersetzt.

Das Mahnmal steht als dauerhafte Erinnerung an ein prägendes, doch oft vernachlässigtes Kapitel der europäischen Geschichte. Gemeinsam mit der Ausstellung rückt es das Ausmaß der Gewalt und den verzweifelten Kampf der Bauern gegen übermächtige Gegner ins Bewusstsein. Das Projekt stellt sicher, dass die Geschichten derer, die 1525 kämpften – und starben –, nicht in Vergessenheit geraten.

Quelle