Schleswig-Holstein stoppt landeseigenes Wohnungsunternehmen – was jetzt kommt
Nina SchulzSPD im Norden fordert Wohnungsgesellschaft - Schleswig-Holstein stoppt landeseigenes Wohnungsunternehmen – was jetzt kommt
Pläne für ein landeseigenes Wohnungsunternehmen in Schleswig-Holstein von der Regierungskoalition gestoppt
Die Pläne zur Gründung eines landeseigenen Wohnungsunternehmens in Schleswig-Holstein sind am Widerstand der Regierungskoalition gescheitert. Die SPD hatte die Maßnahme vorangetrieben, um die steigenden Wohnkosten einzudämmen und bezahlbaren Wohnraum langfristig zu sichern. Stattdessen setzten sich die Abgeordneten für einen alternativen Ansatz zur Förderung des Wohnungsbaus ein.
Das SPD-Vorhaben sah die Gründung eines Unternehmens vor, das Grundstücke erschließen und einen eigenen Wohnungsbestand aufbauen sollte. Der SPD-Abgeordnete Thomas Hölck warnte, dass rund 18.000 geförderte Wohnungen in naher Zukunft ihren Status verlieren könnten. Die SPD argumentierte, ein landeseigenes Unternehmen würde die bestehenden Pläne der Regierung für eine Entwicklungsagentur stärken.
Auf Widerstand stieß der Vorschlag bei CDU, Grünen und FDP, während sich die SSW der Stimme enthielt. Statt des SPD-Modells billigte die Koalition einen Antrag für eine beratende Wohnungsbau-Agentur. Unmittelbare Auswirkungen auf den bezahlbaren Wohnraum in der Region sind nach dem Beschluss bisher nicht erkennbar.
Mit der Ablehnung liegt die Wohnungsbaustrategie der SPD vorerst auf Eis. Der alternative Plan, der auf Beratung statt auf direkten Bau setzt, soll künftige Maßnahmen prägen. Noch ist unklar, wie dieser Kurswechsel die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum in Schleswig-Holstein konkret beeinflussen wird.






