Rüdiger verteidigt seinen harten Spielstil trotz Kritik an umstrittenem Foul
Miriam HoffmannRüdiger verteidigt seinen harten Spielstil trotz Kritik an umstrittenem Foul
Antonio Rüdiger hat seinen aggressiven Spielstil gegen jüngste Kritik verteidigt. Der deutsche Abwehrspieler räumte ein, dass einige seiner Zweikämpfe über das Ziel hinausgeschossen seien, betont aber, dass genau diese Herangehensweise den Schlüssel zu seinem Erfolg darstelle. Seine Äußerungen folgen auf eine umstrittene Szene mit Getafes Diego Rico, die eine neue Debatte über seine Spielweise auslöste.
Rüdiger gab zu, dass sein Foul an Rico zu hart ausgefallen sei. Er bezeichnete es als "völlig überzogen", warf dem Gegner jedoch vor, die Situation übertrieben dargestellt zu haben. Bei dem Vorfall traf Rüdiger den am Boden liegenden Spanier im Gesicht.
Der Verteidiger erläuterte zudem seine grundsätzliche Taktik auf dem Platz. Er setze auf psychologischen Druck, analysiere vor Spielen per Video die Gegner und gehe früh mit körperbetonten Aktionen in die Partie. Trotz seines Rufs als harter Kämpfer verwies er darauf, dass er in neun Jahren als Profi noch nie eine Rote Karte gesehen habe.
Über die individuellen Duelle hinaus forderte Rüdiger einen Mentalitätswandel in der deutschen Nationalmannschaft. Seinem Dafürhalten nach brauche es einen kompromissloseren und geschlosseneren Auftritt, um bei der Weltmeisterschaft siegreich zu sein. Aktuell liegt er in der Hierarchie der Innenverteidiger auf Platz drei – hinter Jonathan Tah und Nico Schlotterbeck.
Rüdiger zeigt sich unbeeindruckt von der Kritik an seinem kämpferischen Stil und argumentiert, dieser mache ihn erst zu einem effektiven Abwehrspieler. Seine Statistik ohne Platzverweise untermauert seine Behauptung, für seine Teams kein Risiko darzustellen. Die Diskussion über seine Methoden wird indes weitergehen, solange er seinen Stammplatz in der Nationalelf behält.






