Berlin testet Cluster-Wohnungen: Privatsphäre trifft auf Gemeinschaft in Mitte
Miriam HoffmannBerlin testet Cluster-Wohnungen: Privatsphäre trifft auf Gemeinschaft in Mitte
Berlins Wohnungsanbieter WBM nimmt Bewerbungen für erste Cluster-Wohnungen entgegen
Die neuen Wohnkonzepte verbinden Privatsphäre mit gemeinschaftlich genutzten Bereichen und richten sich an Menschen, die eine moderne, flexible Alternative zu klassischen Wohngemeinschaften suchen.
Die Cluster-Wohnungen entstehen im Rahmen des Projekts "Quartier Lilienthal" an der Köpenicker Straße in Berlin-Mitte. Die Fertigstellung ist für Juli 2026 geplant; dann werden dort 102 Wohneinheiten zur Verfügung stehen. Weitere 73 Einheiten sind in der Nähe an der Berolinastraße, unweit des Alexanderplatzes, vorgesehen.
Jedes Cluster umfasst acht individuelle Wohneinheiten mit privaten Schlafzimmern und Bädern, während Küchen und Wohnbereiche gemeinschaftlich genutzt werden. Ein Beispiel zeigt eine 205 Quadratmeter große Wohnung mit sieben Schlafzimmern, mehreren Bädern und zwei Loggien – ein Design, das Privatsphäre und Gemeinschaft in Einklang bringt.
Gemeinsam mit der STATTBAU Stadtentwicklungsgesellschaft hat die WBM eine Vermittlungsplattform eingerichtet. Diese unterstützt Menschen ohne bestehende WG bei der Suche nach passenden Mitbewohnern. Auch nach dem Einzug bleibt die Gruppe in die Verwaltung der Wohnung eingebunden, etwa beim Finden von Nachmietern.
Bewerbungen sind für bereits bestehende Wohngemeinschaften möglich. Interessierte Gruppen können sich gemeinsam über ein Online-Formular bewerben. Matthias Borowski, Pressesprecher der WBM, beschreibt Cluster-Wohnungen als eine "moderne, bezahlbare und gemeinschaftsorientierte Wohnform".
Die neuen Cluster-Wohnungen bieten eine Mischung aus privatem Rückzugsraum und gemeinschaftlichem Wohnen. Die Vermittlungsplattform erleichtert die Bildung von Wohngemeinschaften, und die Bewohner übernehmen später selbst Verantwortung für die Organisation ihres Zusammenlebens.






