Rheinmetall glänzt mit Rekordumsätzen – doch die Aktie bleibt weit unter dem Höchststand
Philipp ZimmermannRheinmetall glänzt mit Rekordumsätzen – doch die Aktie bleibt weit unter dem Höchststand
Der Rüstungsriese Rheinmetall hat für das Jahr 2025 starke Finanzzahlen vorgelegt – mit Rekordumsätzen und einem rasant wachsenden Auftragsbestand. Dennoch notiert die Aktie weiterhin über 40 Prozent unter ihrem Höchststand des Vorjahres, was die allgemeine Marktvorsicht widerspiegelt. Das Unternehmen konkurriert derzeit um einen milliardenschweren Auftrag für den Bau der nächsten Generation deutscher Fregatten vom Typ F126; eine Entscheidung wird für Ende April 2026 erwartet.
Laut den jüngsten Zahlen erzielte Rheinmetall 2025 einen Umsatz von 1,37 Milliarden Euro, während sich der Nettogewinn mit 101 Millionen Euro mehr als verdoppelte. Der Auftragsbestand beläuft sich auf 6,68 Milliarden Euro und stützt die Prognose für 2026, die von einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro ausgeht. Aktionäre profitieren zudem von einer um 38 Prozent erhöhten Dividende in Höhe von 0,58 Euro pro Aktie, die ab dem 11. Juni ausgezahlt wird.
Die Marktkapitalisierung des Konzerns ist auf rund 69 Milliarden Euro gestiegen – ein Zuwachs gegenüber 52 Milliarden Euro im Jahr 2024. Dieses Wachstum übertrifft Konkurrenten wie BAE Systems, die zwar stetige, aber weniger spektakuläre Steigerungen verzeichnen. Rheinmetalls Expansion wird von der breiten Nachfrage nach Rüstungsgütern getrieben; bereits 91 Prozent des für 2026 erwarteten Umsatzes sind durch bestehende Aufträge abgesichert.
Die Unsicherheit um den F126-Fregattenauftrag, der für sechs Schiffe etwa 10 Milliarden Euro wert ist, belastet jedoch die betroffenen Aktienkurse. Die Papiere von RENK und ThyssenKrupp Marine Systems verloren drei bzw. sieben Prozent. Analysten betonen allerdings, dass die Verzögerung bei der Vergabe kaum Auswirkungen auf Rheinmetalls Gesamtperformance hat. Der nächste Quartalsbericht, der am 6. Mai ansteht, könnte weitere Klarheit bringen.
Eine Entscheidung über den Hauptauftragnehmer für die F126 wird nicht vor Ende April erwartet; die finale Zuschlagserteilung könnte im Laufe des Sommers erfolgen. Rheinmetall gilt zwar als Favorit, doch der Prozess sorgt für kurzfristige Schwankungen in der Branche.
Trotz der robusten Finanzlage und des wachsenden Auftragsbestands hinkt der Aktienkurs hinterher. Der F126-Auftrag würde die positive Entwicklung zusätzlich beschleunigen, doch selbst ohne ihn sichert das breite Verteidigungsportfolio des Unternehmens Stabilität. Anleger werden die Entscheidung Ende April genau beobachten – die Aussichten für Rheinmetall bleiben jedoch unabhängig vom Ausgang solide.






