07 April 2026, 10:18

Revolution in der Bauindustrie: Leichterer Beton soll 80 Prozent Ressourcen sparen

Betongebäude mit einem Weg, umgeben von grünem Gras, Pflanzen, Bäumen und einem klaren blauen Himmel.

Revolution in der Bauindustrie: Leichterer Beton soll 80 Prozent Ressourcen sparen

Ein neues Projekt will die Bauindustrie revolutionieren, indem es die Produktion von kohlenstofffaserverstärktem Beton im großen Maßstab vorantreibt. Unter der Leitung des Leipziger Unternehmens Kahnt & Tietze GmbH verspricht die Initiative leichtere, stabilere und nachhaltigere Baumaterialien. Im Vergleich zu herkömmlichen Betonverfahren könnte die Technologie den Ressourcenverbrauch um bis zu 80 Prozent senken.

Das Projekt wurde offiziell im CUBE-Gebäude der TU Dresden gestartet. In den nächsten vier Jahren soll in Leipzig eine Pilotanlage errichtet und getestet werden. Ziel ist es, kohlenstofffaserverstärkten Beton aus der Forschung in die industrielle Serienproduktion zu überführen.

Das Material bietet entscheidende Vorteile gegenüber herkömmlichem Beton: Es ermöglicht schlankere, leichtere und langlebigere Konstruktionen bei gleichzeitig deutlich reduziertem Materialeinsatz. Da Gebäude für 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich sind, könnte diese Innovation die Umweltbelastung des Sektors spürbar verringern.

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Die Förderung in Höhe von rund 14 Millionen Euro stammt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Neben Kahnt & Tietze sind die Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK Leipzig) und die TU Dresden als Partner beteiligt. Die Zusammenarbeit läuft bis Ende 2029.

Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt hin zur industriellen Nutzung von kohlenstofffaserverstärktem Beton. Bei Erfolg könnte die Technologie die Bauweise grundlegend verändern – effizienter und nachhaltiger. Die Pilotanlage in Leipzig wird bis 2029 zeigen, ob eine Großserienproduktion machbar ist.

Quelle