RegioBus-Linien bleiben erhalten – Sparpläne nach Protesten gestoppt
Miriam HoffmannRegioBus-Linien bleiben erhalten – Sparpläne nach Protesten gestoppt
Der Regionalverband hat bestätigt, dass alle 35 RegioBus-Linien auch im kommenden Jahr weiter betrieben werden. Damit wird eine frühere Planung revidiert, die im Rahmen von Sparmaßnahmen eine Kürzung der Leistungen vorsah. Die Behörden waren auf starken Widerstand lokaler Führungskräfte gegen die geplanten Streichungen gestoßen.
Aktuell umfasst das Busnetz 35 Linien mit etwa 1.500 Fahrten an jedem Werktag. Der Betrieb des gesamten Systems kostet jährlich rund 116 Millionen Euro. Die Finanzierung basiert auf einem Umlagesystem, bei dem die Mitgliedskreise und kreisfreien Städte den Großteil der Ausgaben tragen – ergänzt durch Landeszuschüsse.
Landräte und Bürgermeister hatten sich öffentlich für den Erhalt der Leistungen ausgesprochen. Ihre Haltung beeinflusste die endgültige Entscheidung, die sicherstellt, dass die Defizitausgleiche transparent im Regionalhaushalt verbucht werden. Zudem wird der Verband die Linien regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls anpassen, um die Effizienz durch optimierte Streckenführungen zu steigern.
Ab 2027 tritt ein einheitliches Finanzierungsmodell in Kraft. Dieses verteilt die Defizite gemeinschaftlich auf alle Mitgliedskreise und -städte und ersetzt damit das bisherige Umlageverfahren.
Die Entscheidung sichert die Zukunft der 35 RegioBus-Linien für mindestens ein weiteres Jahr. Die Defizite werden weiterhin gemeinsam von den Kommunen und dem Land getragen. Ein neues, gemeinsames Finanzierungssystem soll ab 2027 den Prozess vereinfachen.






