Pro Bahn fordert radikale Reformen für fairen und günstigeren Nahverkehr
Miriam HoffmannPro Bahn fordert radikale Reformen für fairen und günstigeren Nahverkehr
Fahrgastverband Pro Bahn schlägt Reformen für besseren Nahverkehr vor
Der Fahrgastverband Pro Bahn hat eine Reihe von Vorschlägen vorgelegt, um den öffentlichen Nahverkehr in ganz Deutschland zu verbessern. Die Organisation kritisiert, dass die aktuelle Politik sowohl Reisende als auch Verkehrsunternehmen unangemessen belaste und Busse sowie Züge im Vergleich zum privaten Pkw benachteilige.
Der stellvertretende Vorsitzende Michael Koch forderte umgehende Änderungen bei den Tarifstrukturen. Er schlug vor, die derzeitige Kündigungsfrist für Abonnements abzuschaffen und flexible Preismodelle einzuführen – etwa Bonusprogramme für Inhaber von Jahreskarten. Zudem rief Koch die Regierung auf, die geplanten Preiserhöhungen für das Deutschlandticket in den Jahren 2027 und 2028 auszusetzen.
Pro Bahn übt scharfe Kritik an der jüngsten Spritpreisbremse, die aus Sicht des Verbands ÖPNV-Nutzer ungerecht behandelt. Die Maßnahme begünstige einseitig Autofahrer, während Fahrgäste, die auf Busse und Bahnen angewiesen seien, leer ausgingen.
Der zweite stellvertretende Vorsitzende, Lukas Iffländer, forderte höhere Investitionen in Elektrobusse und die Ladeinfrastruktur. Zudem verlangte er strukturelle Entlastungen für Eisenbahnunternehmen, darunter niedrigere Trassenpreise, um die finanzielle Belastung der Branche zu verringern.
Ziel der Vorschläge ist es, den öffentlichen Verkehr bezahlbarer und attraktiver zu gestalten. Bei Umsetzung könnten sie die Kosten für Fahrgäste und Betreiber gleichermaßen senken. Pro Bahn betont, dass diese Schritte notwendig seien, um ein faireres Gleichgewicht zwischen individuellem und öffentlichem Verkehr zu schaffen.






