23 April 2026, 02:15

CDU-Wirtschaftsrat will Sozialwohnungen reformieren – Mieter sollen zahlen

Eine Liniengrafik, die das Verhältnis von Wohnpreisen zum Pro-Kopf-Einkommen in verschiedenen Metropolregionen zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

CDU-Wirtschaftsrat will Sozialwohnungen reformieren – Mieter sollen zahlen

Der Wirtschaftsrat der CDU hat eine Reihe von wohnungspolitischen Reformen vorgeschlagen, um den Wohnungsmangel in deutschen Großstädten zu bekämpfen. Zu den Plänen gehören eine neue Abgabe für Mieter von Sozialwohnungen sowie Änderungen bei den Mietpreisbremse-Regelungen. Die Vorschläge sind in einem Positionspapier detailliert ausgearbeitet, das nun von der Mietrechtskommission der Bundesregierung geprüft wird.

Der Wirtschaftsrat argumentiert, dass das aktuelle System es einigen Mietern ermöglicht, auf unbestimmte Zeit subventionierte Mieten zu behalten – selbst wenn ihr Einkommen steigt. Als Beispiel wird angeführt, dass ein Medizinstudent auch nach dem Aufstieg zum gut verdienenden Chefarzt weiterhin in einer günstigen Sozialwohnung leben könnte. Die Organisation bezeichnet dies als ungerecht und ineffizient.

Zu den Empfehlungen gehören die Lockerung oder Abschaffung der Mietpreisbremse sowie die Aufhebung der Obergrenzen für jährliche Mieterhöhungen. Zudem schlägt der Rat eine "Fehlbelegungsabgabe" für Sozialwohnungsmieter vor, deren Einkommen bestimmte Schwellenwerte übersteigt. Darüber hinaus fordert der Wirtschaftsrat eine Überprüfung des Modernisierungsumlage, der es Vermietern derzeit erlaubt, Sanierungskosten direkt auf die Mieter abzuwälzen.

Das Papier schlägt vor, diese marktorientierten Anpassungen mit einem Ausbau der sozialen Unterstützung zu verbinden. Dadurch sollen einkommensschwache Haushalte entlastet werden, während das Wohnungswesen flexibler gestaltet wird.

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Ziel der Vorschläge ist es, den Wohnungsbestand besser zu nutzen und die Knappheit in Ballungsräumen zu verringern. Sollten die Reformen umgesetzt werden, müssten einige langjährige Mieter mit höheren Mieten rechnen, während Besserverdiener über bestimmten Einkommensgrenzen zusätzliche Kosten tragen würden. Die Mietrechtskommission der Regierung wird die Empfehlungen nun prüfen.

Quelle