10 May 2026, 10:14

Politiker fordern rasche Entwicklung deutscher Langstreckenraketen bis 2029

Nahaufnahme eines Militärfahrzeugs mit einer runden, grünen und weißen Rakete auf seiner Seite innerhalb eines Metallrahmens.

Politiker fordern rasche Entwicklung deutscher Langstreckenraketen bis 2029

Deutsche Verteidigungspolitiker drängen auf schnellere Fortschritte bei der Entwicklung von Langstreckenraketen, nachdem die Stationierung von Tomahawk-Marschflugkörpern abgesagt wurde. Politiker aus der Unionsfraktion sowie der SPD fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius, unverzüglich zu handeln. Ihre Forderungen umfassen neue Partnerschaften und eine klare Strategie, um die Abschreckungsfähigkeit bis 2029 deutlich zu stärken.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, kritisierte die zögerliche Aufrüstung der Bundeswehr mit Langstreckenwaffen. Er betonte, Deutschland müsse schneller vorankommen, um eine glaubwürdige Abschreckung aufzubauen. Erndl schlug einen „Aktionsplan 2029“ vor, der von Pistorius konkrete Schritte zur Zielerreichung verlange.

Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, forderte eine beschleunigte Entwicklung der europäischen Raketenproduktion. Sie unterstrich, dass bestehende technologische und industrielle Stärken genutzt werden müssten, um den Prozess zu beschleunigen. Möller regte zudem an, eine Zusammenarbeit mit der Ukraine zu prüfen, die bereits die eigene Marschflugkörper-Variante FP-5 Flamingo entwickelt hat.

Beide Politiker waren sich einig, dass Deutschland sich nicht allein auf multinationale Projekte verlassen dürfe. Erndl verwies auf das Potenzial junger deutscher Unternehmen, innovative Lösungen für die Entwicklung von Marschflugkörpern beizusteuern. Die Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck wächst, das gescheiterte Tomahawk-Programm durch eine tragfähige Alternative zu ersetzen.

Der Vorstoß für ein beschleunigtes Raketenprogramm spiegelt die Sorgen über die aktuellen Verteidigungsfähigkeiten Deutschlands wider. Die Abgeordneten verlangen von Pistorius einen detaillierten Plan, um die Langstrecken-Feuerkraft bis 2029 auszubauen. Eine Zusammenarbeit mit der Ukraine und heimische Innovationen könnten dabei eine Schlüsselrolle spielen.

Quelle