Oman beginnt vorzeitig mit LNG-Lieferungen an deutschen Energieversorger SEFE
Philipp ZimmermannOman beginnt vorzeitig mit LNG-Lieferungen an deutschen Energieversorger SEFE
Oman hat mit der Lieferung von Flüssigerdgas (LNG) an den staatlichen deutschen Energieversorger SEFE begonnen. Die Auslieferungen markieren den Start eines langfristigen Versorgungsvertrags, der im vergangenen Jahr unterzeichnet wurde. Trotz der Spannungen in der Golfregion bleiben die Lieferungen planmäßig und werden von den jüngsten Konflikten nicht beeinträchtigt.
2023 schloss SEFE einen Vierjahresvertrag mit Oman LNG über jährliche Lieferungen von 0,58 Milliarden Kubikmetern Gas ab. Der Vertrag soll offiziell 2026 in Kraft treten, doch erste Lieferungen haben nun bereits vorzeitig begonnen.
Die LNG-Anlagen Omans arbeiten weiterhin reibungslos, selbst nach den iranischen Vergeltungsangriffen in der Region. Anders als das Nachbarland Katar, das mit erheblichen Störungen zu kämpfen hat, wurden Omans Exporte nicht durch die Blockade der Straße von Hormus behindert. Die Fähigkeit des Landes, den Zugang zu seinen Häfen aufrechtzuerhalten, stellt sicher, dass die Lieferungen nach Europa ohne Verzögerungen erfolgen.
SEFE ist derzeit das einzige deutsche Unternehmen, das öffentlich bestätigt hat, einen Versorgungsvertrag mit Oman LNG abgeschlossen zu haben. Bisher wurden keine weiteren Verträge mit anderen deutschen Energieunternehmen offiziell bekannt gegeben.
Die Ankunft des omanischen LNG verschafft SEFE eine zuverlässige Gasquelle in einer Zeit regionaler Instabilität. Mit den nun angelaufenen ersten Lieferungen stärkt der Deal die deutsche Energiesicherheit bereits vor der vollen Vertragsaktivierung 2026. Omans Fähigkeit, die Exporte trotz der nahen Konflikte aufrechtzuerhalten, unterstreicht seine Rolle als stabiler Lieferant in der Golfregion.






