Oberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 auf 4,12 Euro pro Kubikmeter
Philipp ZimmermannOberasbach verdoppelt Wassergebühren ab Oktober 2026 auf 4,12 Euro pro Kubikmeter
Oberasbacher Bürger müssen ab 1. Oktober 2026 fast doppelte Wassergebühren zahlen
Der Stadtrat von Oberasbach stimmt am 29. Juni 2026 über eine überarbeitete Satzung ab, die ein Finanzierungsdefizit von 2,1 Millionen Euro der vergangenen vier Jahre ausgleichen soll. Die Anpassungen erfolgen nach einer Neuberechnung durch den Bayerischen Kommunalprüfungsverband.
Aktuell beträgt der Wasserpreis 2,08 Euro pro Kubikmeter. Mit der neuen Regelung steigt er auf 4,12 Euro – eine Erhöhung um fast 98 Prozent. Zudem wird ab dem 1. Juli 2026 ein zusätzlicher „Wassercent“-Zuschlag von 10 Cent pro Kubikmeter fällig.
Die aktualisierte Satzung orientiert sich am Musterstatut des Bayerischen Innenministeriums und ersetzt die Version von 1995 vollständig, da sich die rechtlichen Vorgaben geändert haben. Die Überarbeitung umfasst Anpassungen an die Preisangabenverordnung sowie neue Regelungen zu unbebauten Grundstücksgrößen. Zudem fließt nun eine Kapitalverzinsung von 2 Prozent für Investitionen in die Wasserinfrastruktur in die Berechnung ein.
Sollte der Stadtrat den Änderungen zustimmen, treten die neuen Gebühren am 1. Oktober 2026 in Kraft. Mit dem deutlichen Anstieg der Wasserpreise sollen das Finanzloch geschlossen und moderne rechtliche Standards erfüllt werden. Die überarbeitete Satzung führt neue Abgaben und neu berechnete Tarife ein. Die Bürger müssen die höheren Kosten ab dem 1. Oktober 2026 tragen.
