26 June 2026, 06:13

Neuköllns Bildungsstadträtin gerät wegen Instagram-Likes in die Kritik

Hikel äußert Missbilligung über SPD-Kreisdirektor

Neuköllns Bildungsstadträtin gerät wegen Instagram-Likes in die Kritik

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel hat seine Bildungsstadträtin Janine Wolter offiziell wegen ihrer Aktivitäten auf Instagram kritisiert. Streitpunkt sind Beiträge im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt. Die Angelegenheit wurde bei einer Bezirksverordnetenversammlung am Mittwochabend thematisiert.

Der Konflikt entzündete sich, nachdem Wolter Beiträge eines politischen Influencers gelikt oder geteilt hatte, der für einseitige Israel-Kritik bekannt ist. Zwar hatte sie die Inhalte nicht selbst veröffentlicht, doch Hikel warf ihr mangelnde Zurückhaltung und Neutralität vor. Wolter erklärte später, es gehe um einen einzigen Beitrag aus dem Oktober 2025, der nach 24 Stunden wieder verschwunden sei.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Tagesspiegel-Newsletter Checkpoint hatte zuvor über den Vorfall berichtet. Wolter reagierte mit der Zusicherung, sich künftig nicht mehr mit den Inhalten des Influencers zu befassen und diesem auch nicht zu folgen.

Trotz der Auseinandersetzung bleibt Wolters Weg in die Führungsetage ungebrochen. Im November schlug die Neuköllner SPD-Spitze sie als Hikels Nachfolgerin vor. Ihre Kandidatur wurde später auf einem Parteitag bestätigt, sodass sie weiterhin auf dem Weg ist, die Leitung des Neuköllner Bezirksamts zu übernehmen.

Wolter bleibt damit Anwärterin auf das Amt des Bezirksbürgermeisters als Hikels Nachfolgerin. Sie hat zugesagt, künftig auf ähnliche Aktivitäten in sozialen Medien zu verzichten. Die offizielle Rüge scheint ihre politischen Ambitionen nicht gebremst zu haben.

Quelle