21 April 2026, 00:24

Münchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende auf die Straße – Proteste und Gegenproteste

Eine große Gruppe von Menschen marschiert auf einer von Bäumen gesäumten Straße mit Laternenmasten, mit Kameras in der Hand, vor einem Gebäude unter einem klaren Himmel.

Münchner "Marsch für das Leben" zieht Tausende auf die Straße – Proteste und Gegenproteste

Tausende Menschen gingen am Samstag in München bei der sechsten jährlichen Marsch für das Leben-Demonstration auf die Straße. Nach Angaben der Veranstalter nahmen etwa 7.000 Personen teil, während die Polizei die Zahl der Teilnehmer auf 4.500 schätzte. Die Demonstranten forderten einen besseren Schutz für ungeborene Kinder und eine umfassendere "Kultur des Lebens".

Der Marsch verlief zunächst friedlich, wobei die Teilnehmenden sich gegen Abtreibung aussprachen und ihre Position von der Zeugung bis zum natürlichen Tod vertraten. Silja Fichtner, Vorsitzende der Initiative Stimme der Ungeborenen, betonte während der Veranstaltung erneut die Verbundenheit der Gruppe mit diesen Grundsätzen.

Eine Gruppe von rund 1.500 Gegenprotestlern versammelte sich entlang der Route und unterbrach den Marsch für etwa 45 Minuten. Die Veranstalter werteten die hohe Beteiligung später als direkte Reaktion auf den wachsenden Druck von Abtreibungsbefürwortern.

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Zwar übermittelten mehrere römisch-katholische Bischöfe, darunter der Journalist Mathias von Gersdorff, Solidaritätsbekundungen, doch prominente Persönlichkeiten wie Heiner Wilmer, der Präsident der Deutschen Bischofskonferenz, und Münchens Erzbischof Reinhard Kardinal Marx hielten sich mit offiziellen Grußworten zurück.

Der nächste Marsch für das Leben ist bereits geplant: Am 19. September sollen Demonstrationen in Berlin und Köln stattfinden. Die Kundgebung in München unterstrich die anhaltenden Spannungen um das Thema Abtreibungsrecht in Deutschland. Die Veranstalter sahen in der Teilnehmerzahl ein Zeichen für den wachsenden Zuspruch ihrer Sache. Künftige Märsche sollen weiterhin auf politische Veränderungen und eine größere öffentliche Aufmerksamkeit hinwirken.

Quelle