Mecklenburg-Vorpommern will gestopptes Stromkabel nach Schweden wiederbeleben
Nina SchulzMV plant Pläne für Stromleitung nach Schweden wieder auf - Mecklenburg-Vorpommern will gestopptes Stromkabel nach Schweden wiederbeleben
Mecklenburg-Vorpommern drängt auf Wiederbelebung eines gestoppten Energieprojekts zwischen Deutschland und Schweden
Der Landtag in Schwerin hat die Bundesregierung und die EU aufgefordert, die Pläne für den Hansa PowerBridge neu zu prüfen – ein Unterseekabel, das erneuerbare Energien zwischen beiden Ländern austauschen sollte. Der Vorstoß kommt, nachdem Schweden das Projekt 2024 aufgrund veränderter politischer und wirtschaftlicher Prioritäten aufgegeben hatte.
Der Hansa PowerBridge würde Südschweden mit der Region um Güstrow in Norddeutschland verbinden. Sein Ziel: Überschüssigen Windstrom aus Deutschland in Spitzenzeiten nach Schweden zu leiten. Im Gegenzug könnte Schweden bei hoher Nachfrage Deutschland mit Elektrizität versorgen und so Schwankungen in der Wind- und Solarstromerzeugung ausgleichen.
Ursprünglich 2024 vorgeschlagen, geriet das Vorhaben nach der schwedischen Wahl 2022 ins Stocken, als eine rechtsgerichtete Regierung an die Macht kam. Im Rahmen des Tidö-Abkommens rückte der Ausbau der Kernenergie in den Vordergrund; 2025 wurden neue Reaktoren genehmigt. Wirtschaftliche Herausforderungen wie hohe Energiepreise und eine Rezession bremsten zudem grüne Initiativen. Anfang 2026 stoppten regulatorische Hürden und lokaler Widerstand in Nordschweden die Genehmigungsverfahren – das Projekt lag seitdem auf Eis.
Nun fordern Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern Berlin auf, die Verhandlungen wiederaufzunehmen. Die Landesregierung soll sich mit Schweden und Norwegen abstimmen, um Hindernisse zu überwinden und Wege für eine Umsetzung zu finden.
Die Reaktivierung des Hansa PowerBridge könnte beiden Ländern helfen, erneuerbare Energien effizienter zu nutzen. Gelänge der Bau, könnte Deutschland Überschussstrom exportieren und bei Engpässen schwedischen Strom importieren. Die nächsten Schritte hängen von erneuten Gesprächen zwischen den beteiligten Regierungen und Behörden ab.






