1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit 5G-Netz und sinkenden Preisen
Ben Hofmann1&1 CEO Dommermuth Rules Out Sale to Telefónica - 1&1 revolutioniert den deutschen Mobilfunkmarkt mit 5G-Netz und sinkenden Preisen
Wettbewerb im deutschen Mobilfunkmarkt nimmt nach Start des vierten 5G-Netzes von 1&1 zu
Seit 1&1 im Jahr 2024 als vierter Anbieter sein 5G-Netz in Deutschland gestartet hat, wird der Mobilfunkmarkt wettbewerbsintensiver. Das von Ralph Dommermuth geführte Unternehmen hatte bis Ende 2025 die Netzabdeckung auf 27 Prozent der Haushalte ausgebaut – und damit die regulatorischen Vorgaben übertroffen. Diese Entwicklung hat zu sinkenden Preisen für Verbraucher geführt und die Vorherrschaft der etablierten Anbieter Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica O2 herausgefordert.
1&1 stieg als vierter Mobilfunkanbieter in den Markt ein und setzte dabei stark auf Open-RAN-Technologie. Bis 2025 hatte das Unternehmen rund 265 Millionen Euro in die Infrastruktur investiert und Europas erstes vollständig virtualisiertes 5G-Netz aufgebaut. Diese Innovation verringerte die Abhängigkeit von traditionellen Ausrüstern und belebte den Wettbewerb.
Die Netzabdeckung wuchs schneller als erwartet: Ursprünglich hatte 1&1 das Ziel ausgegeben, bis 2026 25 Prozent der Haushalte zu erreichen – doch bereits Ende 2025 waren es 27 Prozent. Kooperationen mit Vodafone halfen dabei, die Dienstleistungen auszuweiten, auch wenn 1&1 mit rund 12,5 Millionen Nutzern deutlich weniger Kunden bedient als die drei Konkurrenten, die jeweils etwa 18 Millionen Vertragskunden zählen.
Trotz Marktspekulationen über einen möglichen Verkauf des Geschäfts schließt Dommermuth einen solchen Schritt aus. Stattdessen konzentriert er sich auf den weiteren Ausbau und peilt bis Ende 2026 eine Abdeckung von 35 Prozent an. Zudem befürwortet er Zusammenarbeit in ländlichen Regionen, etwa durch das gemeinsame Nutzen von Mobilfunkmasten, um Kosten zu senken und die Versorgung zu verbessern.
Ein Rechtsstreit mit der Bundesnetzagentur belastet die Beziehungen. Dommermuth kritisiert, dass die Verlängerung von Niederfrequenzlizenzen für die etablierten Anbieter unfair gewesen sei und den Wettbewerb geschwächt habe. Das Verfahren ist noch nicht abgeschlossen.
Das rasche Wachstum von 1&1 hat den deutschen Mobilfunkmarkt aufgemischt: Die Preise sinken, und die traditionellen Anbieter müssen sich anpassen. Mit dem Ziel, bis 2026 35 Prozent Abdeckung zu erreichen, werden die Investitionen des Unternehmens und die anstehenden juristischen Auseinandersetzungen seine künftige Rolle prägen. Die Verbraucher profitieren von dem verstärkten Wettbewerb und den günstigeren Tarifen.






