Marika Löchte übernimmt Leitung des Krefelder Festivals in schwierigen Zeiten
Nina SchulzMarika Löchte übernimmt Leitung des Krefelder Festivals in schwierigen Zeiten
Das Krefelder Festival hat Marika Löchte zur neuen Vorsitzenden ernannt. Sie folgt auf Sabine Mroch, die das Amt nach elf Jahren abgibt. Löchte, eine langjährige Besucherin mit drei Jahrzehnten Festivalerfahrung, übernimmt die Leitung in einer Phase finanzieller Herausforderungen und kreativer Erweiterung.
Sabine Mroch trat in diesem Jahr nach ihrer Amtszeit als Vorsitzende des Festivalvereins seit 2013 in den Ruhestand. Ihr Abschied markiert das Ende einer Ära und zwingt den Vorstand, neue Wege zu suchen. Die Wahl fiel auf Marika Löchte, eine gebürtige Krefelderin und engagierte Festivalunterstützerin, deren tiefe Verbundenheit mit der Veranstaltung sie zur idealen Kandidatin machte.
Löchtes jüngste Arbeit hinter den Kulissen – unter anderem als Assistentin der Regie bei „Der Club der toten Dichter“ und „Fischer & Freunde“ – verschaffte ihr wertvolle Einblicke in die Festivalabläufe. Sie beschrieb die Erfahrung als prägend und betonte die inspirierende Kraft der Zusammenarbeit. Ihr Verständnis für die künstlerischen wie organisatorischen Aspekte des Festivals bestärkte sie in ihrer Entscheidung, die Leitung zu übernehmen.
Das diesjährige Programm setzt auf eine Verjüngung des Publikums. Neben einem Kinderstück sollen neue Formate wie Poetry Slams und die Multimedia-Show „Harry Keaton – Das Gehirn“ die Anziehungskraft steigern. Diese Innovationen erfolgen vor dem Hintergrund knapper werdender Budgets und öffentlicher Debatten über Kürzungen der Fördergelder.
Trotz der Herausforderungen bleibt Löchte zuversichtlich. Sie hat sich verpflichtet, das Festival in stabile Bahnen zu lenken, ohne seinen künstlerischen Anspruch aufzugeben.
Der Wechsel bringt sowohl Wandel als auch Kontinuität mit sich. Löchte verbindet drei Jahrzehnte als Festivalbesucherin mit ihren jüngsten praktischen Erfahrungen – eine ideale Voraussetzung, um Tradition und Innovation in Einklang zu bringen. Mit frischen Programmpunkten und einem Fokus auf finanzielle Resilienz will das Festival seinen Platz in der Krefelder Kulturlandschaft festigen.






