Lothar Matthäus verrät: Wie ein gescheiterter Wechsel zu Real Madrid seine Karriere prägte
Philipp ZimmermannLothar Matthäus verrät: Wie ein gescheiterter Wechsel zu Real Madrid seine Karriere prägte
1991 hätte ein spektakulärer Wechsel von Lothar Matthäus zu Real Madrid fast stattgefunden – doch das Geschäft platzte im letzten Moment, weil Inter Mailand den Verkauf verweigerte. Noch Jahrzehnte später bezeichnet Matthäus dies als eine "verpasste Chance" in seiner Karriere.
Der Transfer stand bereits kurz vor dem Abschluss, als Real Madrid ein Angebot über 18 Millionen D-Mark für den Mittelfeldspieler vorlegte. Matthäus selbst war hochmotiviert, den Verein zu wechseln, und sah darin die Möglichkeit, um die wichtigsten Titel zu kämpfen. Doch Inter Mailands Präsident Ernesto Pellegrini blockierte den Deal kurzerhand.
Pellegrini erklärte damals berühmt-berüchtigt, Matthäus sei wie ein "Picasso" – unbezahlbar und nicht zu verkaufen. Die Spannungen zwischen den Klubs waren ohnehin bereits durch einen separaten Streit um den chilenischen Stürmer Iván Zamorano angespannt, was die Verhandlungen zusätzlich erschwerte. Da keine Einigung zustande kam, blieb Matthäus noch eine Saison bei Inter, bevor er 1992 zu Bayern München zurückkehrte.
Der gescheiterte Wechsel hinterließ in Matthäus' Karriere tiefe Spuren. Trotz seiner zahlreichen Erfolge fehlt in seiner Vitrine bis heute der Champions-League-Titel – der einzige große Triumph, den er nie errang. Zweimal stand er mit Bayern im Finale, 1987 und 1999, doch beide Male ging er leer aus.
Rückblickend betrachtet Matthäus den Transfer als einen entscheidenden Moment, der sein Vermächtnis hätte verändern können. Das Interesse von Real Madrid unterstrich seinen Status als einer der weltbesten Fußballer, doch Pellegrinis Weigerung besiegelte, dass er in Italien blieb. Die Entscheidung kostete ihn letztlich den höchsten europäischen Vereinstitel – eine Lücke in einer ansonsten glanzvollen Laufbahn.






