Leerstehende Büros werden zu Wohnungen: Bundesprogramm startet 2026 mit 300 Millionen Euro
Ben HofmannLeerstehende Büros werden zu Wohnungen: Bundesprogramm startet 2026 mit 300 Millionen Euro
In Deutschlands sieben größten Städten könnten Tausende neue Wohnungen entstehen – durch die Umwandlung leerstehender Büroräume. Ein geplantes Bundesprogramm mit dem Namen "Gewerbe zu Wohnen" soll den Wohnungsmangel lindern und gleichzeitig klimafreundliche Sanierungen fördern. Das Vorhaben startet voraussichtlich im Sommer 2026 mit einem Fördervolumen von 300 Millionen Euro.
Das Programm richtet sich an beheizte, nicht zu Wohnzwecken genutzte Gebäude, die sich in Wohnraum umwandeln lassen. Voraussetzung ist, dass die Sanierung mindestens den Standard "Effizienzhaus 85 Erneuerbare Energien" erfüllt. Investoren können pro Wohneinheit bis zu 30.000 Euro erhalten, maximal jedoch 300.000 Euro pro Unternehmen. Die Zuschüsse müssen nicht zurückgezahlt werden.
Experten schätzen, dass ungenutzte Büroflächen in den Großstädten Platz für rund 11.000 neue Wohnungen bieten. Unter optimalen Bedingungen könnten sogar bis zu 60.000 Wohnungen entstehen. Allerdings haben die stark gestiegenen Baukosten der letzten Jahre solche Projekte für Entwickler weniger attraktiv gemacht.
Bisher hat noch keine Kommune oder kein Bundesland das Programm übernommen. Die Richtlinien werden noch finalisiert, der offizielle Start ist für Mitte 2026 vorgesehen. Herausforderungen bleiben, da Bürobauten oft kostspielige Umbauten benötigen, um als Wohnraum geeignet zu sein.
Das Programm "Gewerbe zu Wohnen" zielt darauf ab, gleichzeitig den Wohnungsmangel zu verringern und Klimaziele zu erreichen. Bei Erfolg könnten aus leerstehenden Gewerbeimmobilien Tausende energieeffiziente Wohnungen werden. Die ersten Umbauten im Rahmen des Programms sollen 2026 beginnen.






