Defektes Panikschloss verbannt Kölner Turner seit Wochen aus ihrer Halle
Philipp ZimmermannDefektes Panikschloss verbannt Kölner Turner seit Wochen aus ihrer Halle
Mitglieder des Kölner Turnvereins Poll 1904 leiden seit Wochen unter Einschränkungen, nachdem ein defekter Türverschluss sie aus ihrem Trainingsraum vertrieben hat. Der Auslöser ist ein kaputter Panikschlossmechanismus in der Sporthalle der GGS Poller Hauptstraße, durch den rund 300 Sportlerinnen und Sportler seit Ende September keinen Zugang mehr haben.
Die Turnhalle war bereits 18 Monate lang wegen ähnlicher Probleme mit demselben Notausgangssystem geschlossen gewesen. zwar begannen die Reparaturarbeiten Anfang 2024, doch die Einrichtung konnte erst im Oktober 2025 wiedereröffnet werden. Nun sorgt ein neuer Defekt an der Notausgangstür für weitere Verzögerungen.
Die Stadt Köln griff ein und brachte ein provisorisches Schloss an, sodass die Tür vorerst wieder normal funktioniert. Für eine dauerhafte Lösung muss jedoch der gesamte Panikschlossmechanismus ausgetauscht werden. Ein Ersatzteil wurde bestellt, doch Lieferengpässe verzögerten die Auslieferung. Nun wird die Komponente in dieser Woche erwartet, unmittelbar nach Eintreffen soll die Montage erfolgen.
Die Vereinsvorsitzende Ute Ahn erklärte, dass die Tür während des Trainings nicht offen bleiben könne – aus Sicherheits- und Datenschutzgründen. Der Vorstand des Turnvereins zeigte sich besorgt und bezeichnete die Übergangslösung als ungeeignet für Notfall-Evakuierungen. Die Stadt hat bereits ein Fachunternehmen beauftragt, das nach Lieferung des Teils die vollständige Reparatur durchführen soll.
Das provisorische Schloss ermöglicht zwar einen eingeschränkten Zugang, doch solange der neue Panikschlossmechanismus nicht eingebaut ist, kann der Verein nicht sicher trainieren. Sobald die Installation abgeschlossen ist, wird die Sporthalle wieder voll nutzbar sein – und damit enden Wochen der Unsicherheit für die 300 betroffenen Mitglieder.






