CDU-Politiker Frank Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik
Ben HofmannCDU-Politiker Frank Bommert gerät wegen Wehrmacht-Video in die Kritik
Ein CDU-Politiker in Brandenburg ist nach der Veröffentlichung eines Videos mit restaurierten Wehrmacht-Motorrädern in die Kritik geraten. Frank Bommert, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei, hatte den Clip zunächst in seinem WhatsApp-Status geteilt, bevor er ihn wieder löschte. Der Vorfall löste interne Diskussionen aus und führte zu einer offiziellen Rüge für den Abgeordneten.
Die Kontroverse begann, als Bommert Aufnahmen einer Veranstaltung veröffentlichte, bei der Enthusiasten in Uniform auf historischen Wehrmacht-Motorrädern fuhren. Das Video sorgte für Empörung, woraufhin der Politiker es entfernte. Der CDU-Fraktionschef Steeven Bretz distanzierte sich umgehend von den Inhalten und deren Verbreitung.
Bretz kündigte an, das Thema in einem direkten Gespräch mit Bommert zu klären. Unterdessen bestätigte die CDU-Fraktion, den Vorfall intern aufzuarbeiten. Es ist nicht das erste Mal, dass Bommert mit seinen Online-Aktivitäten Aufmerksamkeit erregt – zuvor war er bereits für einen WhatsApp-Status kritisiert worden, in dem er seine Lieblingspolitiker auflistete.
Als Folge des jüngsten Vorfalls trat Bommert als Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses im Landtag zurück. Die Partei sprach ihm eine offizielle Rüge aus, entband ihn jedoch nicht von seinen weiteren Ämtern. Weitere Sanktionen blieben aus; in den vergangenen fünf Jahren gab es in der brandenburgischen CDU keine öffentlichen Konsequenzen für ähnliche Kontroversen.
Die CDU hat den Fall mit einer internen Rüge und einem klärenden Gespräch behandelt. Bommert bleibt zwar stellvertretender Fraktionsvorsitzender, verlor jedoch seinen Ausschussvorsitz. Nach Abschluss der internen Prüfung kündigte die Partei keine weiteren Maßnahmen an.






