Kurdischer Koch kämpft um sein Restaurant Heimat in Mainz gegen Hass und Vandalismus
Miriam HoffmannKurdischer Koch kämpft um sein Restaurant Heimat in Mainz gegen Hass und Vandalismus
Veli Ivecen, ein in der Türkei geborener kurdischer Koch, sieht sich seit Monaten wegen des Namens seines Restaurants in Mainz Anfeindungen ausgesetzt. Sein Lokal Heimat bietet eine Mischung aus deutscher, türkischer und kurdischer Küche an. Kritiker aus beiden politischen Lagern haben ihn mit Beleidigungen und Vandalismus angegriffen.
Ivecen eröffnete Heimat mit dem Ziel, einen Ort der Offenheit für alle in Mainz zu schaffen. Der Name, der Heimat bedeutet, sollte ein Gefühl von Zugehörigkeit vermitteln. Stattdessen löste er Feindseligkeit aus.
Die Fassade des Restaurants wurde mit dem Spruch „Das hier ist mein Zuhause, nicht deins“ besprüht. Vor dem Lokal haben Demonstranten den Hitlergruß gezeigt und Ivecen als Nazi beschimpft. Andere fragten, warum türkische und kurdische Aromen in einem Restaurant serviert werden, das vorgibt, deutsche Küche zu repräsentieren.
Verbalangriffe kamen sowohl von rechtsextremen als auch von linksextremen Gruppen. Mitarbeiter mussten Beleidigungen über sich ergehen lassen, während Ivecen selbst als Extremist diffamiert wurde. Dennoch fühlt er sich nun noch entschlossener, den Namen Heimat beizubehalten.
Die Anfeindungen haben Ivecen nicht zum Aufgeben gezwungen. Er führt Heimat weiterhin als einen Ort, der deutsche, türkische und kurdische Küche vereint. Das Restaurant bleibt geöffnet, doch die Spannungen um seinen Namen zeigen keine Anzeichen von Abflauen.






