Kriminalstatistik 2025: Vorpommern-Greifswald zwischen Rückgang und alarmierenden Anstiegen
Nina SchulzKriminalstatistik 2025: Vorpommern-Greifswald zwischen Rückgang und alarmierenden Anstiegen
Kriminalstatistik 2025 in Vorpommern-Greifswald: Gemischte Entwicklungen
Die Kriminalitätszahlen im Landkreis Vorpommern-Greifswald zeigten 2025 ein uneinheitliches Bild: Während einige Delikte zunahmen, gingen andere deutlich zurück. Insgesamt sank die Zahl der registrierten Straftaten um 2,2 % – von 16.729 Fällen im Jahr 2024 auf 16.355 im vergangenen Jahr. Allerdings verzeichneten bestimmte Kategorien wie Sexualstraftaten und Fahrraddiebstähle deutliche Anstiege.
Die Sexualdelikte stiegen um 14,4 % auf 389 Fälle im Jahr 2025. Trotz dieses Anstiegs blieb die Aufklärungsquote mit 89,2 % auf hohem Niveau. Gewaltdelikte – darunter Körperverletzung und Raub – blieben mit 2.592 Fällen stabil. Auch hier lag die Aufklärungsquote weiterhin bei 91,5 %.
Bei Diebstahlsdelikten gab es einen leichten Anstieg um 5,4 % (von 4.342 Fällen in 2024 auf 4.578 in 2025). Besonders auffällig war jedoch der Fahrraddiebstahl, der um 22,2 % zunahm – von 1.013 auf 1.238 Fälle. Dieser Anstieg stand im Gegensatz zum landesweiten Trend.
Positiv entwickelte sich die Statistik bei Tötungsdelikten wie Mord und Totschlag: Hier gab es einen drastischen Rückgang um 62,5 %. Nur noch sechs Fälle wurden 2025 registriert (2024: 16), wobei alle aufgeklärt wurden – die Aufklärungsquote blieb damit bei 100 %. Insgesamt lag die Aufklärungsquote im Landkreis mit 64,4 % (10.525 gelöste Fälle in 2025) nahezu stabil.
Die Zahlen zeigen ein gemischtes Bild der Kriminalitätsentwicklung in Vorpommern-Greifswald für das Jahr 2025: Während Tötungsdelikte stark zurückgingen, stiegen Sexualstraftaten und Fahrraddiebstähle spürbar an. Die Behörden konnten jedoch in den meisten Deliktbereichen hohe Aufklärungsquoten halten und die Mehrheit der gemeldeten Fälle aufklären.






