25 April 2026, 20:17

Kreuzberger Bündnis kämpft gegen rechtes Medienportal Nius und dessen Hetze

Eine Gruppe von Menschen hölt ein Transparent mit der Aufschrift "öffnet die Grenzen, rettet Leben, bekämpft Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße.

Kreuzberger Bündnis kämpft gegen rechtes Medienportal Nius und dessen Hetze

Neues Protestbündnis in Berlins Kreuzberg gegen rechtes Medium "Nius"

In Berlins Kreuzberger Bezirk hat sich ein neues Protestbündnis formiert, das sich gegen das rechtspopulistische Medienportal Nius richtet. Rund 250 Menschen nahmen an der Auftaktveranstaltung teil, die sich gegen die spaltenden Strategien und den Einfluss des Portals auf die öffentliche Debatte wandte. Kritiker werfen Nius vor, Klischees zu verbreiten und gezielt Hetze gegen Geflüchtete, Aktivist:innen und demokratische Gruppen zu schüren.

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Die Kundgebung fand in der Nähe des Dragonerareal-Geländes statt, wo antifaschistische Aktivist:innen die Informationsveranstaltung absicherten. Nius hatte zuvor versucht, die Initiative zu diskreditieren, indem es sie als "linksradikal" und "steuerfinanziert" darstellte und gleichzeitig massiv gegen sie mobilisierte.

Redner:innen bezeichneten Nius auf der Veranstaltung als "digitale Pranger" und "Schmutzblatt", das gezielt marginalisierte Gruppen angreift. Sie verwiesen darauf, dass die hetzerischen Artikel des Portals regelmäßig Wellen von Hassnachrichten auslösen – von Vergewaltigungsdrohungen über Todeswünsche bis hin zu widerwärtigen Beleidigungen. Trotz seiner geringen Reichweite – Nius schafft es nicht einmal in die Top 100 der deutschen Onlinemedien – trägt das Portal dazu bei, den öffentlichen Diskurs weiter nach rechts zu verschieben.

Diskutiert wurden auch Gegenstrategien, etwa durch öffentlichen Widerspruch, Solidarität und Mobilisierung. Die Protestierenden kündigten an, künftig vor den Nius-Büros in der Ritterstraße in Kreuzberg demonstrieren zu wollen. Hinter dem Portal steht der Multimillionär Frank Gotthardt, der enge Verbindungen zur CDU-Führung pflegt und die Plattform trotz eines Verlusts von 13 Millionen Euro im Jahr 2023 weiter finanziert.

Das Kreuzberger Bündnis will dem Einfluss von Nius mit organisiertem Widerstand und Öffentlichkeitsarbeit entgegenwirken. Zwar kämpft das Portal weiterhin mit finanziellen Problemen, doch seine Geldgeber und aggressive Rhetorik bleiben für Aktivist:innen und zivilgesellschaftliche Gruppen ein Grund zur Sorge. Mit wachsender Gegenwehr sind weitere Proteste zu erwarten.

Quelle