11 June 2026, 10:12

Konservativer Thinktank R21 gerät wegen CDU-Nähe und Staatsförderung in die Kritik

Vom rechten Think Tank zu Katherina Reiche

Konservativer Thinktank R21 gerät wegen CDU-Nähe und Staatsförderung in die Kritik

Republik 21 (R21), ein konservativer Thinktank, wurde 2021 in München mit Gemeinnützigkeitsstatus gegründet. Die Organisation kann bis zu 500.000 Euro an Bundesförderung erhalten. R21 betont, unabhängig von Parteipolitik zu agieren und alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.

Zum Beirat von R21 zählen prominente Persönlichkeiten wie der Historiker Andreas Rödder und die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU, hat sich öffentlich für R21 ausgesprochen und sich für staatliche Förderung eingesetzt.

Nils Hesse, ein regelmäßiger Autor für R21, wurde kürzlich in eine Schlüsselposition im Bundeswirtschaftsministerium unter Ministerin Katharina Reiche (CDU) berufen. Hesse hatte zuvor in seinen Beiträgen für den Thinktank die deutsche Energiewende kritisiert. Seine Verbindung zu R21 bleibt indirekt über seine Tätigkeit bei der Beratungsfirma HMC Hesse Marketing Consult, die über einen Mitarbeiter mit R21 zusammenarbeitet.

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2026 wies ein Rechtsgutachten auf „ernsthafte verfassungsrechtliche Bedenken“ bei der staatlichen Förderung von R21 hin. Darin heißt es, die Organisation agiere wie eine politische Partei, ohne diesen Status formal zu besitzen. Kritiker werfen R21 vor, seine Arbeit diene nicht dem Gemeinwohl und die Nähe zur CDU dürfe nicht mit Steuergeldern subventioniert werden. Das Gutachten und die anhaltende Kritik stellen die Berechtigung öffentlicher Mittel für R21 infrage. Die engen Verbindungen zu CDU-Vertretern und die Beteiligung an politischen Debatten haben die Prüfung der Organisation verschärft. Der Thinktank hält dagegen, alle rechtlichen und ethischen Standards einzuhalten.

Quelle