Koblenzer Kultclub Agostea: Legendäre Erinnerungsstücke gehen unter den Hammer
Philipp ZimmermannKoblenzer Kultclub Agostea: Legendäre Erinnerungsstücke gehen unter den Hammer
Legendäre Gegenstände aus dem Koblenzer Kultclub Agostea werden in Auktionsreihe versteigert
Bei einer Serie von Versteigerungen kommen derzeit Gegenstände aus dem legendären Koblenzer Nachtclub Agostea unter den Hammer. Die erste Auktion Ende März lockte Bieter aus ganz Europa an, die sich ein Stück Clubgeschichte sichern wollten. Nun läuft eine zweite Versteigerung mit über 100 weiteren ungewöhnlichen Losen.
Im ersten Teil wurden skurrile Stücke wie eine Ritterrüstung oder eine Slush-Eis-Maschine angeboten. Ein Käufer, ein Ingenieur aus Zürich, reiste extra nach Koblenz – in der Annahme, es handele sich um den gleichnamigen Schweizer Ort. Trotz der Verwechslung zeigte er sich mit seiner Slush-Eis-Maschine zufrieden und bezeichnete den Irrtum als lohnenswert.
Auch lokale Gastronomen engagierten sich, um das Erbe des Agostea zu bewahren. Markus Rodemerk, Inhaber des Spökes, und Andreas Römer vom Sugar Ray’s ersteigerten Barhocker und andere Erinnerungsstücke, um den Geist des Clubs in ihren eigenen Lokalen weiterleben zu lassen.
Die zweite Auktion, die noch bis zum 13. Mai läuft, bietet unter anderem eine klassische Discokugel, eine Konfettikanone und sogar eine Massageliege. Fans und Sammler haben damit erneut die Chance, sich ein Stück Nachtlebensgeschichte zu sichern.
Die Erlöse aus den Versteigerungen fließen in den Rückbau der bestehenden Gebäude auf dem Gelände. Was mit den leeren Agostea-Räumen künftig passiert, steht jedoch noch in den Sternen. Ein gastronomisches Konzept wird diskutiert, doch weder ein Betreiber noch ein endgültiger Plan stehen bisher fest.
Die Auktionen geben den Fans die Möglichkeit, sich Erinnerungen an den Agostea zu bewahren, während der Standort sich auf einen Wandel vorbereitet. Mit der noch laufenden zweiten Versteigerungsrunde werden weitere Stücke bald neue Besitzer finden. Doch was aus dem Ort selbst wird, bleibt vorerst eine offene Frage.






