Kinder bei umstrittenem Fest in Berlin instrumentalisiert – Polizei stoppt Nachstellung
Philipp ZimmermannKinder bei umstrittenem Fest in Berlin instrumentalisiert – Polizei stoppt Nachstellung
Demonstration in Berlin zu schiitischem Fest löst Empörung aus – Kinder in umstrittene Nachstellung einbezogen
Eine Kundgebung in Berlin anlässlich eines schiitischen religiösen Festes hat für Aufsehen gesorgt, nachdem Kinder in einer umstrittenen Nachstellung eingesetzt wurden. An der Veranstaltung nahmen etwa 600 Menschen teil, die bei extremer Hitze stattfand – die Temperaturen erreichten 40°C. Mehrere Teilnehmer mussten wegen hitzebedingter Beschwerden medizinisch versorgt werden.
Während der Demonstration wurden Kinder aneinandergebunden und mussten einem in Gelb gekleideten Mann folgen. Die Szene wurde von der Polizei umgehend verboten, und der Veranstalter brach die Nachstellung ab. Trotz der Kontroverse verlief die Kundgebung insgesamt friedlich; vor Ort tätige Dolmetscher meldeten keine strafbaren Inhalte.
Berlins Innensenatorin Iris Spranger kritisierte scharf die Einbindung von Kindern. Sie betonte, dass die Instrumentalisierung von Minderjährigen bei Versammlungen inakzeptabel sei und das Kindeswohl gefährde. Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) verurteilte die Demonstration als islamistisch. Die Organisation warf zudem einigen Teilnehmern vor, Symbole des islamistischen Terrors unterstützt zu haben.
Die Behörden griffen ein, um die Nachstellung zu stoppen; Dolmetscher dokumentierten keine Straftaten. Der Vorfall wirft Fragen zum Umgang mit Kindern bei öffentlichen Veranstaltungen auf. Behörden und Interessensverbände setzen sich weiterhin mit den Folgen der Kundgebung auseinander.
