Jens Zangenfeind gewinnt Landrats-Stichwahl in Miesbach mit 78 Prozent der Stimmen
Nina SchulzJens Zangenfeind gewinnt Landrats-Stichwahl in Miesbach mit 78 Prozent der Stimmen
Jens Zangenfeind von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) hat die Stichwahl um das Amt des Landrats im Landkreis Miesbach mit einem Erdrutschsieg für sich entschieden. Am 22. März 2026 sicherte er sich 78 Prozent der Stimmen und besiegte damit seinen CSU-Herausforderer Franz Schnitzenbaumer. Das Ergebnis markiert einen weiteren Meilenstein in einer seit einem Jahrzehnt andauernden politischen Transformation, die unter dem scheidenden Landrat Olaf von Löwis und dessen Vorgänger Wolfgang Rzehak stattfand.
Die Wahl folgte auf die Entscheidung von Löwis', der als CSU-Mitglied keine zweite Amtszeit anstreben wollte. Von Löwis war 2018 die Nachfolge von Wolfgang Rzehak (Grüne) angetreten, der das Amt 2014 übernommen hatte. Unter Rzehaks Führung gewann die Freie Wählergemeinschaft (FWG) zunehmend an Einfluss in der Miesbacher Politik.
In der Stichwahl traten drei Kandidaten an: Zangenfeind, Schnitzenbaumer sowie Thomas Tomaschek von den Grünen. Tomaschek war im ersten Wahlgang mit 12,2 Prozent der Stimmen auf den dritten Platz gelandet, sodass sich Zangenfeind und Schnitzenbaumer im finalen Duell gegenüberstanden.
Am Wahltag wurden 39.588 gültige Stimmen von 79.451 Wahlberechtigten abgegeben. Zangenfeind, der ehemalige Bürgermeister von Hausham, setzte sich mit 30.875 Stimmen (78 Prozent) klar durch. Schnitzenbaumer, bis dahin Bürgermeister von Schliersee, erhielt 8.713 Stimmen (22 Prozent).
Das Ergebnis bestätigt die wachsende Dominanz der FWG im Landkreis und setzt einen Trend fort, der bereits unter Rzehaks Amtszeit begann.
Zangenfeind wird nun das Amt des Landrats von von Löwis übernehmen, der nach einer einzigen Amtszeit zurücktritt. Der deutliche Erfolg der FWG spiegelt einen grundlegenden Wandel in der politischen Landschaft Miesbachs wider. Die neue Verwaltung startet mit einem klaren Auftrag – nach einem Wahlkampf, der sich auf lokale Regierungsführung und das Vertrauen der Wähler konzentrierte.






