21 March 2026, 04:18

Hessens Wälder im Wandel: Mehr Holzeinschlag trotz Klimakrise und schwindender Buchenbestände

Ein Vintage-Papier aus Januar 1904 mit der Überschrift "Forstwirtschaft und Bewässerung", das eine Abbildung von grünen Bäumen in verschiedenen Schattierungen zeigt.

Mehr Holz geerntet im Jahr 2025 in deutschen Staatswäldern - Hessens Wälder im Wandel: Mehr Holzeinschlag trotz Klimakrise und schwindender Buchenbestände

Holzeinschlag in Hessens Staatswäldern steigt 2025 leicht an

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Im Jahr 2025 verzeichnete der Holzeinschlag in den hessischen Staatsforsten einen leichten Anstieg auf etwa 1,49 Millionen Kubikmeter. Der Zuwachs folgte auf die Aufhebung eines vorübergehenden Fällverbots für bestimmte Buchenbestände im Jahr 2024. Behörden begründeten die Änderungen mit laufenden Maßnahmen zur Anpassung der Wälder an die Klimakrise.

Das Fällverbot war ursprünglich 2020 erlassen worden, um Buchen während der Entwicklung neuer Bewirtschaftungsstrategien zu schützen. Bis 2024 wurden die Beschränkungen jedoch gelockert, sodass vermehrt Laubholz eingeschlagen werden konnte. In der Folge stieg der Laubholzeinschlag 2025 um etwa ein Viertel, während der Nadelholzeinschlag um rund 6 % zurückging.

Die Schäden durch frühere Hitzewellen und Dürreperioden werden zunehmend sichtbar – insbesondere bei Buchen. Die verzögerten Auswirkungen dieser Extremwetter haben viele Bestände geschwächt und sie anfälliger für Stürme und Holzentnahme gemacht. Daten des Hessischen Landesbetriebs Forst, die im März 2026 veröffentlicht wurden, zeigen, dass die von Buchen dominierten Flächen seit 2020 um etwa 15 % geschrumpft sind – von 450.000 auf 382.500 Hektar. Verantwortlich dafür sind vor allem verstärkter Einschlag und Sturmschäden zwischen 2024 und 2025.

Winterliche Anpassungen und Holzentnahme HessenForst passt seine Arbeiten zudem an die Wintermonate an, um Bodenschäden zu minimieren und die Holzversorgung stabil zu halten. Die Einschlagsaktivitäten erreichten Ende 2025 und Anfang 2026 erneut einen Höhepunkt: In diesem Zeitraum wurden etwa 725.000 Kubikmeter Holz geschlagen.

Langfristige Ziele: Klimaresistente Mischwälder Übergeordnetes Ziel bleibt der Aufbau widerstandsfähigerer Mischwälder, die den Klimawandel besser überstehen. Die Behörden versuchen weiterhin, Holzproduktion und langfristige Waldgesundheit in Einklang zu bringen.

Die Aufhebung des Fällverbots und die anhaltenden Klimafolgen haben die hessische Waldlandschaft nachhaltig verändert. Während Buchenbestände zurückgehen und sich die Einschlagsmuster wandeln, setzen Forstverantwortliche auf stabilere, artenreichere Wälder. Die Entwicklungen spiegeln sowohl akute wirtschaftliche Erfordernisse als auch langfristige Anpassungsstrategien wider.

Quelle