Hessen will Untermiet-Chaos beenden: Neue Regeln gegen Wohnungsnot und Kündigungsstress
Ben HofmannHessen will Untermiet-Chaos beenden: Neue Regeln gegen Wohnungsnot und Kündigungsstress
Deutschlands Mietmarkt steht unter wachsendem Druck, besonders in Städten, wo Wohnungsmangel viele in die Zweitvermietung treibt. Eine neue Initiative unter Führung des Landes Hessen will nun die Regeln für gewinnorientierte Untermieten verschärfen und gefährdete Untermieter besser vor plötzlichen Kündigungen schützen.
Der Vorstoß für eine Reform folgt einem grundlegenden Urteil des Bundesgerichtshofs vom 28. Januar 2026. Das Gericht entschied, dass Hauptmieter ihre Wohnungen nicht legal mit Gewinn weitervermieten dürfen. Dennoch schließen viele weiterhin teure Untermietverträge ab – oft ohne ausreichende Sicherheit.
Das von Hessen vorgebrachte Konzept sieht strengere Auflagen vor. Demnach müssten Hauptmieter ihre Vermieter gesetzlich verpflichtend über jede Untermietvereinbarung informieren. Zudem wäre es Vermietern untersagt, gewinnorientierte Untermieten zuzulassen. Eine weitere zentrale Neuerung sähe vor, dass Untermieter eine Mindestkündigungsfrist erhalten, bevor sie ihre Wohnung verlieren – selbst wenn der Hauptmieter ausziehen muss.
Befürworter argumentieren, dass der Plan dringend nötige Rechtssicherheit schafft. Er soll Missbrauch im Untermietwesen bekämpfen und gleichzeitig verhindern, dass Untermieter obdachlos werden, wenn Hauptmieter ihre Wohnung räumen müssen.
Wird die Initiative verabschiedet, müssten Vermieter und Hauptmieter strengere Offenlegungspflichten einhalten. Untermieter erhielten stärkeren Schutz vor plötzlicher Wohnungslosigkeit. Die Reformen zielen darauf ab, einen instabilen Mietmarkt zu beruhigen, auf dem viele derzeit mit hohen Kosten und unsicheren Wohnverhältnissen kämpfen.






