12 April 2026, 06:17

Drei Faktoren entscheiden über die Beschäftigungsquote von Frauen in Branchen

Liniengraph, der die Anzahl der Zuschüsse nach Geschlechterlücke im Zeitverlauf zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Drei Faktoren entscheiden über die Beschäftigungsquote von Frauen in Branchen

Eine neue Studie hat zentrale Faktoren aufgedeckt, die die Beschäftigungsquote von Frauen in verschiedenen Branchen beeinflussen. Drei Hauptaspekte – Teilzeitarbeit, Führungspositionen und Löhne – erklären dabei mehr als 90 Prozent der Unterschiede. Forscherinnen und Forscher betonen zudem, dass Kinderbetreuungspflichten und fehlende Flexibilität am Arbeitsplatz für Frauen erhebliche Hürden auf dem Arbeitsmarkt darstellen.

Die Ergebnisse zeigen: In Branchen, in denen mehr Frauen in Führungspositionen vertreten sind, ist der Anteil weiblicher Beschäftigter generell höher. Wenn Frauen andere Frauen in Spitzenpositionen sehen, streben sie eher nach beruflicher Weiterentwicklung und bleiben länger in ihren Jobs. Auch Sektoren mit besserer Bezahlung und Zusatzleistungen ziehen mehr Arbeitnehmerinnen an und können diese besser halten.

Ein weiterer entscheidender Faktor ist Teilzeitarbeit. In Branchen mit hohen Teilzeitquoten ist der Frauenanteil in der Belegschaft deutlich größer. Dieser Trend hängt eng mit Betreuungspflichten zusammen, die nach wie vor überwiegend bei Frauen liegen und ihre Verfügbarkeit für Vollzeitstellen einschränken.

Wirtschaftsexpertinnen und -experten schlagen vor, die Kinderbetreuungsinfrastruktur auszubauen, um Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern. Studienautor Claus Michelsen plädiert dafür, Hindernisse abzubauen, die eine breitere Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt behindern. Er empfiehlt flexible Arbeitszeitmodelle und klarere Karrierewege, um Beschäftigte zu motivieren.

Die Bundesregierung prüft nun politische Maßnahmen, um diese Probleme anzugehen. Geplant sind unter anderem die Abschaffung der gemeinsamen Steuerveranlagung für Ehepaare sowie das Ende der beitragsfreien Familienversicherung. Diese Reformen sollen Anreize schaffen, damit mehr Frauen in den Arbeitsmarkt einsteigen oder dort bleiben.

Die Studienergebnisse zeigen konkrete Schritte auf, die die Frauenerwerbstätigkeit steigern könnten. Bessere Kinderbetreuungsangebote, flexiblere Arbeitsmodelle und höhere Löhne könnten helfen, die Lücke zu schließen. Werden die vorgeschlagenen politischen Änderungen umgesetzt, könnte dies Frauen zusätzlich darin bestärken, sich stärker am Arbeitsmarkt zu beteiligen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones
Quelle