Henkel leidet unter explodierenden Ölpreisen durch Hormus-Krise und Iran-Konflikt
Philipp ZimmermannHenkel leidet unter explodierenden Ölpreisen durch Hormus-Krise und Iran-Konflikt
Henkel kämpft mit steigenden Kosten durch explodierende Ölpreise infolge der geopolitischen Krise
Der Konsumgüterkonzern, bekannt für Marken wie Persil und Schwarzkopf, verzeichnete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 20,5 Milliarden Euro – doch nun belasten höhere Ausgaben für Rohstoffe, Logistik und Lieferketten das Unternehmen.
Die jüngste Blockade der Straße von Hormus hat die Ölpreise stark in die Höhe getrieben: Die US-Sorte WTI nähert sich mit rund 101 Dollar pro Barrel einem Rekordstand, während Brent die Marke von 113 Dollar überschritten hat. Die seit Anfang März 2026 andauernde Krise stört die globalen Ölströme und treibt die Kosten für Unternehmen weltweit in die Höhe.
Ausgelöst wurde der Konflikt durch US-amerikanische und israelische Angriffe auf den Iran, wodurch sich die Ölpreise seit Anfang März um etwa 50 Prozent verteuert haben. Noch vor der Eskalation notierten WTI-Futures bei rund 73 Dollar pro Barrel – doch die Angst vor anhaltenden Lieferengpässen trieb die Preise weiter nach oben. Einige Analysten warnen vor einem weiteren Anstieg auf bis zu 200 Dollar, falls sich die Spannungen verschärfen, während andere mit einer schnelleren Normalisierung rechnen.
Henkel, das weltweit rund 47.000 Mitarbeiter beschäftigt, spürt die Auswirkungen vor allem über seine Zulieferer und Logistikpartner, die ihre gestiegenen Kosten weitergeben. Konzernchef Carsten Knobel warnt davor, notwendige Preisanpassungen hinauszuzögern – schnelles Handeln sei entscheidend, um die Mehrbelastungen auszugleichen.
Um die höheren Preise zu rechtfertigen, setzt das Unternehmen auf die Stärke seiner etablierten Marken. Besonders Persil und Schwarzkopf profitieren von einer hohen Kundenbindung, was die Akzeptanz für Preiserhöhungen erhöhen könnte. Henkel hofft, dass sich der Krieg und seine wirtschaftlichen Folgen nicht über das gesamte Jahr hinziehen werden.
Die Strategie des Konzerns zielt nun darauf ab, die Kostendruck mit der Kundenbindung in Einklang zu bringen. Obwohl weniger als 20 Prozent der Belegschaft in Deutschland arbeiten, ist Henkel als globaler Player dennoch anfällig für ölbedingte Preisschwankungen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die Markenstärke ausreicht, um die Profitabilität trotz anhaltender Instabilität zu sichern.






