Halle (Saale) sperrt Straßen für WM-Sicherheit – doch Händler protestieren
Miriam HoffmannHalle (Saale) sperrt Straßen für WM-Sicherheit – doch Händler protestieren
In der Stadt Halle (Saale) wurden entlang der Kleinen Ulrichstraße temporäre Sperren eingerichtet, um während der FIFA-Weltmeisterschaft den Fahrzeugverkehr zu regulieren. Damit sollen sogenannte „Protzfahrten“ unterbunden und Fußballfans geschützt werden. Kritische Stimmen kommen jedoch von den ansässigen Unternehmen, die die Maßnahme als übertrieben bewerten.
Die Sperren bestehen aus ausfahrbaren Pollern, die abends und nachts hochgefahren werden. Die Stadtverwaltung ist überzeugt, dass dies rücksichtsloses Fahren verhindert und die Sicherheit der Fans gewährleistet. Doch kaum ein Geschäft in der Straße zeigt WM-Spiele.
Nur drei Lokale planen, die Turnierspiele zu übertragen. Die meisten anderen haben sich dagegen entschieden, die Partien zu zeigen. Die örtlichen Unternehmer argumentieren, dass angesichts der geringen zu erwartenden Fanströme die Barrieren unnötig seien.
Sie bezeichnen die Konstruktionen als „militärisch“ anmutend und werfen der Stadt vor, ohne vorherige Absprache gehandelt zu haben. Statt der Sperren schlagen sie mehr Polizeistreifen an belebten Abenden vor. Gezielte Kontrollen, so ihre Meinung, wären eine einfachere und effektivere Lösung.
Die Stadt beharrt darauf, dass die Sperren eine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz der Fans seien. Die Unternehmer bleiben skeptisch und fordern weiterhin alternative Lösungen. Der Streit zeigt, wie unterschiedlich die Einschätzungen sind, wie mit möglichen Störungen während des Turniers umgegangen werden soll.






